Skip to content

Kreatin – Wirkung, Funktionen & Studienlage im Überblick

X
Facebook
LinkedIn
Pinterest
Skype
Telegram
WhatsApp
Reddit

Einleitung

Kreatin ist eine körpereigene stickstoffhaltige Verbindung, die hauptsächlich in der Muskulatur gespeichert wird und eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel spielt. Es wird aus den Aminosäuren Arginin, Glycin und Methionin gebildet und kann zusätzlich über die Nahrung, insbesondere aus Fleisch und Fisch, aufgenommen werden.

Im menschlichen Körper dient Kreatin vor allem als schneller Energielieferant bei kurzfristigen, intensiven Belastungen. Es wird in Form von Kreatinphosphat gespeichert und unterstützt die Regeneration von Adenosintriphosphat (ATP), der primären Energiequelle der Zellen. Diese Funktion macht Kreatin besonders relevant für Muskelzellen, aber auch für andere Gewebe mit hohem Energiebedarf, wie das Gehirn.

Aufgrund dieser zentralen Rolle im Energiestoffwechsel ist Kreatin seit Jahrzehnten Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Forschung. Studien untersuchen unter anderem seine Effekte auf körperliche Leistungsfähigkeit, Muskelstoffwechsel sowie mögliche Einflüsse auf kognitive Funktionen und altersbedingte Prozesse.

Inhaltsverzeichnis

Wirkmechanismus und Funktionen

  • ATP-Regeneration: Kreatinphosphat dient als schnelle Reserve zur Wiederherstellung von ATP bei kurzfristiger Belastung.
  • Energiestoffwechsel: Unterstützt die Energieverfügbarkeit in Muskel- und Nervenzellen.
  • Zellvolumenregulation: Kann zur intrazellulären Wasserbindung beitragen und so Zellfunktionen beeinflussen.
  • Muskelfunktion: Spielt eine Rolle bei der Kontraktionsfähigkeit und Leistungsfähigkeit der Muskulatur.
  • Neurologische Prozesse: Kreatin ist auch im Gehirn aktiv und wird in Studien im Zusammenhang mit kognitiven Funktionen untersucht.
  • Interaktion mit anderen Nährstoffen: Die Synthese von Kreatin ist abhängig von Aminosäuren sowie Mikronährstoffen wie Vitamin B12 und Folsäure, die am Methylierungsstoffwechsel beteiligt sind.

Studienlage und Forschung

Die wissenschaftliche Untersuchung von Kreatin umfasst verschiedene Studiendesigns, die unterschiedliche Aspekte seiner Wirkung beleuchten.

  • Randomisierte kontrollierte Studien (RCTs): Untersuchen Effekte von Kreatin auf Muskelkraft, Leistungsfähigkeit und Regeneration.
  • Beobachtungsstudien: Analysieren Zusammenhänge zwischen Kreatinstatus und gesundheitlichen Parametern.
  • Systematische Reviews: Fassen Ergebnisse mehrerer Studien zusammen, insbesondere im Bereich Sport und Muskelstoffwechsel.
  • Meta-Analysen: Bewerten die Gesamtevidenz zu spezifischen Fragestellungen, z. B. Leistungssteigerung oder kognitive Effekte.

Zentrale Forschungsbereiche sind:

  • Muskelstoffwechsel und Leistungsfähigkeit: Einer der am besten untersuchten Bereiche, insbesondere bei kurzzeitigen, intensiver Belastung.
  • Neurologische Funktionen: Studien untersuchen mögliche Effekte auf Gedächtnis, mentale Ermüdung und neurodegenerative Prozesse.
  • Alterungsprozesse: Forschung zur Rolle von Kreatin bei Muskelabbau (Sarkopenie) und funktioneller Leistungsfähigkeit im Alter.
  • Stoffwechselgesundheit: Untersuchungen zu möglichen Effekten auf Glukosestoffwechsel und Zellenergie.

In einigen Studien wird Kreatin auch im Zusammenspiel mit Magnesium oder Omega-3-Fettsäuren untersucht, da diese ebenfalls zentrale Rollen im Energiestoffwechsel spielen.

Im folgenden Abschnitt werden aktuelle Studien aus der medizinischen Datenbank PubMed dargestellt.

Kreatin Studien

Kreatin – Evidenz nach Bereich

Muskelkraft & Leistung

2016/09/28 – 2026/09/28
Die Zusammenfassungen basieren auf Abstracts bzw. (falls nicht vorhanden) Titel/Metadaten. Auf der Seite selbst wird kein Abstract-Text angezeigt. Keine medizinische Beratung.
Evidenz: Mittel (RCT)PMID: 38478179Signal: gemischtKonf.: 0,85Score: 71/100
Geroscience · 2024 Aug
Vints WAJ, Šeikinaitė J, Gökçe E, Kušleikienė S, Šarkinaite M, Valatkeviciene K et al.
Evidenz-Score: 71/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
In dieser randomisierten kontrollierten Studie wurden 70 ältere Erwachsene (60-85 Jahre) mit niedrigem oder hohem Risiko für leichte kognitive Beeinträchtigung (MCI) anhand des Montreal Cognitive Assessment (MoCA) in zwei Gruppen eingeteilt: eine Gruppe absolvierte 12 Wochen progressives Widerstandstraining der unteren Extremitäten, die Kontrollgruppe erhielt keine Intervention. Primäre Endpunkte waren Blutspiegel von Insulin-like Growth Factor-1 (IGF-1), Interleukin-6 (IL-6) und Kynurenin (KYN), Volumina von Hippocampus-Subfeldern (CA1, CA4, Subiculum, Presubiculum, Dentate Gyrus) mittels MRT sowie Hippocampus-Neurometabolite (N-Acetylaspartat, Myo-Inositol, Kreatin) mittels Protonen-MR-Spektroskopie. Es wurden Effekte der Intervention, des kognitiven Status und deren Interaktion sowie Zusammenhänge zwischen den Veränderungen der Biomarker und Bildgebungsergebnissen analysiert. Die Ergebnisse zeigten signifikante Veränderungen, darunter erhöhte Kynureninwerte und verringerte Subiculum-Volumina bei bestimmten Gruppen, was auf eine komplexe Wechselwirkung zwischen Widerstandstraining, neuroinflammatorischen Prozessen und Hippocampusstruktur bei älteren Erwachsenen mit unterschiedlichem MCI-Risiko hinweist.
Einschränkungen: Die Studie umfasst eine relativ kleine Stichprobe von 70 Teilnehmern und fokussiert sich auf ältere, gesunde Erwachsene mit spezifischem kognitivem Risikoprofil, was die Generalisierbarkeit einschränkt. Die Intervention beschränkt sich auf 12 Wochen progressives Widerstandstraining der unteren Extremitäten, ohne Vergleich zu anderen Trainingsformen. Die Ergebnisse basieren auf Biomarkern und Bildgebung, klinische kognitive Veränderungen werden im Abstract nicht detailliert beschrieben. Weitere Langzeitstudien sind notwendig, um die funktionellen Auswirkungen zu klären.
Evidenz: Mittel (RCT)PMID: 37206869Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 83/100
Front Public Health · 2023
Amiri E, Sheikholeslami-Vatani D
Evidenz-Score: 83/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
In dieser randomisierten Studie wurden 45 ältere Erwachsene (Durchschnittsalter 68,1 Jahre) in drei Gruppen eingeteilt: Widerstandstraining mit Kreatinsupplementierung (RT+CS), Widerstandstraining mit Placebo (RT+P) und Kontrollgruppe. Das Widerstandstraining wurde über 10 Wochen, dreimal pro Woche durchgeführt. Ziel war es, die Auswirkungen auf oxidative Stressmarker (8-OHdG, MDA), antioxidative Enzyme (GPX, TAC), Muskelkraft und Lebensqualität zu untersuchen. Nach 10 Wochen zeigte das Training in beiden Interventionsgruppen eine signifikante Abnahme der oxidativen Stressmarker und eine Zunahme der antioxidativen Kapazität. Zudem verbesserte sich die Muskelkraft und die Lebensqualität. Die Kreatinsupplementierung führte zusätzlich zu einem Anstieg der Kreatininwerte.
Einschränkungen: Die Studie umfasst eine kleine Stichprobengröße (n=45) und eine relativ kurze Interventionsdauer von 10 Wochen. Die Ergebnisse basieren auf älteren, nicht-athletischen Erwachsenen, was die Übertragbarkeit auf andere Populationen einschränken könnte. Details zu Dosierung und Langzeiteffekten sind nicht angegeben.
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 34199420Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 98/100
Nutrients · 2021 Jun 2
Forbes SC, Candow DG, Ostojic SM, Roberts MD, Chilibeck PD
Evidenz-Score: 98/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese Meta-Analyse untersuchte den Einfluss von Kreatin-Supplementierung in Kombination mit Widerstandstraining (RT) auf die Zunahme fettfreier Körpermasse und Kraft bei älteren Erwachsenen. Es wurden mehrere Meta-Analysen durchgeführt: (1) Vergleich von Kreatin versus Placebo unabhängig von Dosierung und Einnahmefrequenz während eines RT-Programms, (2) Analyse verschiedener Dosierungsstrategien (niedrig ≤5 g/Tag vs. hoch >5 g/Tag) mit und ohne Ladephase (≥20 g/Tag für 5-7 Tage), und (3) Untersuchung der Wirkung von Kreatin nur an Trainingstagen. Insgesamt zeigte Kreatin, unabhängig von der Dosierungsstrategie, eine Verstärkung der Zunahme fettfreier Masse und Kraft im Vergleich zu Placebo. Subanalysen ergaben, dass eine Ladephase gefolgt von niedriger Dosierung die Brustpresskraft verbesserte, während höhere Dosierungen mit oder ohne Ladephase signifikante Kraftzuwächse im Beinpressen bewirkten. Ohne Ladephase zeigte Kreatin keinen größeren Effekt auf Brust- oder Beinpresskraft.
Einschränkungen: Die Heterogenität der eingeschlossenen Studien hinsichtlich Dosierung, Einnahmefrequenz und Trainingsprotokollen könnte die Ergebnisse beeinflussen. Zudem wurden Effekte ohne Ladephase weniger deutlich, was auf eine mögliche Bedeutung der Ladephase hinweist. Die Analyse basiert auf aggregierten Studiendaten, individuelle Unterschiede und Langzeiteffekte bleiben unklar.

Kognition & Gehirn

2016/09/28 – 2026/09/28
Die Zusammenfassungen basieren auf Abstracts bzw. (falls nicht vorhanden) Titel/Metadaten. Auf der Seite selbst wird kein Abstract-Text angezeigt. Keine medizinische Beratung.
Filter: Evidenz: alle + alle Signale · KI: Abstract/Titel
Abstract & KI
Evidenz: ExplorativPMID: 37437144Signal: neutralKonf.: 0,35Score: 38/100
N Engl J Med · 2023 Jul 13
Brastianos PK, Twohy E, Geyer S, Gerstner ER, Kaufmann TJ, Tabrizi S et al.
Evidenz-Score: 38/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Es liegt kein Abstract vor. Basierend auf dem Titel und der Publikation im New England Journal of Medicine 2023 handelt es sich um eine Studie zur Behandlung neu diagnostizierter papillären Kraniopharyngiome mittels BRAF- und MEK-Inhibitoren. Details zu Studiendesign, Population, Intervention und Ergebnissen sind nicht verfügbar.
Einschränkungen: Keine detaillierten Informationen zu Studiendesign, Population, Intervention oder Ergebnissen vorhanden, da kein Abstract verfügbar ist. Die Bewertung basiert ausschließlich auf Titel und Metadaten.
Evidenz: Mittel (RCT)PMID: 38478179Signal: neutralKonf.: 0,35Score: 53/100
Geroscience · 2024 Aug
Vints WAJ, Šeikinaitė J, Gökçe E, Kušleikienė S, Šarkinaite M, Valatkeviciene K et al.
Evidenz-Score: 53/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese randomisierte kontrollierte Studie untersuchte die Effekte von Widerstandstraining auf die Volumina von Hippocampus-Subfeldern sowie auf Biomarker der Neuroplastizität und Neuroinflammation bei älteren Erwachsenen mit niedrigem und hohem Risiko für leichte kognitive Beeinträchtigung. Die Population bestand aus älteren Personen, die entsprechend ihres Risikos für kognitive Beeinträchtigung eingeteilt wurden. Die Intervention umfasste ein Widerstandstraining, während als Endpunkte Veränderungen in den Hippocampus-Subfeldvolumina und in Biomarkern neuroplastischer und neuroinflammatorischer Prozesse gemessen wurden. Das Hauptergebnis bezog sich auf die möglichen positiven Effekte des Widerstandstrainings auf die Gehirnstruktur und neurobiologische Marker, die mit kognitiver Gesundheit in Verbindung stehen.
Einschränkungen: Da kein Abstract verfügbar ist, basiert diese Zusammenfassung ausschließlich auf dem Titel und den bibliographischen Angaben. Details zum Studiendesign, zur genauen Intervention, zu den Messmethoden und zu den Ergebnissen sind nicht bekannt.
Evidenz: Mittel (RCT)PMID: 40573107Signal: neutralKonf.: 0,30Score: 53/100
Nutrients · 2025 Jun 13
Gonzalez DE, Hines KE, Sowinski RJ, Estes L, Johnson SE, Chun J et al.
Evidenz-Score: 53/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Es liegt kein Abstract vor. Basierend auf dem Titel wurde eine Studie durchgeführt, die den Einfluss der Einnahme von Schweineprotein vor und nach der Durchführung des Army Combat Fitness Tests auf verschiedene Biomarker untersucht. Dabei wurden Marker des Katabolismus, der Entzündung und der Erholung analysiert, um mögliche Effekte der Proteinaufnahme auf die physiologische Reaktion und Regeneration nach körperlicher Belastung zu bewerten.
Einschränkungen: Die Bewertung basiert ausschließlich auf dem Titel, da kein Abstract verfügbar ist. Details zum Studiendesign, Population, Intervention und Ergebnissen sind nicht bekannt.

Alter & Muskelerhalt

2016/09/28 – 2026/09/28
Die Zusammenfassungen basieren auf Abstracts bzw. (falls nicht vorhanden) Titel/Metadaten. Auf der Seite selbst wird kein Abstract-Text angezeigt. Keine medizinische Beratung.
Evidenz: Mittel (RCT)PMID: 40923280Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 83/100
J Clin Oncol · 2025 Oct 10
Yang JC, Wang M, Doucet L, Fan Y, Lv D, Sun M et al.
Evidenz-Score: 83/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Die multinationale Phase-II-Studie WU-KONG1B untersuchte die antitumorale Wirksamkeit von Sunvozertinib bei Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) mit EGFR Exon 20 Insertion Mutationen, die zuvor mit Platin behandelt wurden. Patienten wurden randomisiert in zwei Dosierungsgruppen (200 mg oder 300 mg täglich) eingeteilt. Der primäre Endpunkt war die von einem unabhängigen Gremium bestätigte objektive Ansprechrate (cORR). Sekundärer Endpunkt war die Dauer des Ansprechens (DoR). Die cORR lag in den 200 mg- und 300 mg-Gruppen bei etwa 46% bzw. 47%, wobei die Nullhypothese mit hoher statistischer Signifikanz verworfen wurde (p < 0,0001). Patienten mit Hirnmetastasen und vorheriger Amivantamab-Behandlung zeigten unter 300 mg höhere Ansprechraten und längere DoR als unter 200 mg.
Einschränkungen: Die Studie ist eine Phase-II-Studie ohne direkte Vergleichsgruppe zu anderen Therapien. Die Ergebnisse basieren auf einer relativ kleinen Patientenzahl und einer spezifischen Subpopulation (EGFR Exon 20 Insertion Mutationen). Langzeitdaten und direkte Vergleiche zu Standardtherapien fehlen.
Evidenz: Mittel (RCT)PMID: 38478179Signal: gemischtKonf.: 0,85Score: 71/100
Geroscience · 2024 Aug
Vints WAJ, Šeikinaitė J, Gökçe E, Kušleikienė S, Šarkinaite M, Valatkeviciene K et al.
Evidenz-Score: 71/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
In dieser randomisierten kontrollierten Studie wurden 70 ältere Erwachsene (60-85 Jahre) mit niedrigem oder hohem Risiko für leichte kognitive Beeinträchtigung (MCI) anhand des Montreal Cognitive Assessment (MoCA) in zwei Gruppen eingeteilt: eine Gruppe absolvierte 12 Wochen progressives Widerstandstraining der unteren Extremitäten, die Kontrollgruppe erhielt keine Intervention. Primäre Endpunkte waren Blutspiegel von Insulin-like Growth Factor-1 (IGF-1), Interleukin-6 (IL-6) und Kynurenin (KYN), Volumina von Hippocampus-Subfeldern (CA1, CA4, Subiculum, Presubiculum, Dentate Gyrus) mittels MRT sowie Hippocampus-Neurometabolite (N-Acetylaspartat, Myo-Inositol, Kreatin) mittels Protonen-MR-Spektroskopie. Es wurden Effekte der Intervention, des kognitiven Status und deren Interaktion sowie Zusammenhänge zwischen den Veränderungen der Biomarker und Bildgebungsergebnissen analysiert. Die Ergebnisse zeigten signifikante Veränderungen, darunter erhöhte Kynureninwerte und verringerte Subiculum-Volumina bei bestimmten Gruppen, was auf eine komplexe Wechselwirkung zwischen Widerstandstraining, neuroinflammatorischen Prozessen und Hippocampusstruktur bei älteren Erwachsenen mit unterschiedlichem MCI-Risiko hinweist.
Einschränkungen: Die Studie umfasst eine relativ kleine Stichprobe von 70 Teilnehmern und fokussiert sich auf ältere, gesunde Erwachsene mit spezifischem kognitivem Risikoprofil, was die Generalisierbarkeit einschränkt. Die Intervention beschränkt sich auf 12 Wochen progressives Widerstandstraining der unteren Extremitäten, ohne Vergleich zu anderen Trainingsformen. Die Ergebnisse basieren auf Biomarkern und Bildgebung, klinische kognitive Veränderungen werden im Abstract nicht detailliert beschrieben. Weitere Langzeitstudien sind notwendig, um die funktionellen Auswirkungen zu klären.
Evidenz: Mittel (RCT)PMID: 37206869Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 83/100
Front Public Health · 2023
Amiri E, Sheikholeslami-Vatani D
Evidenz-Score: 83/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
In dieser randomisierten Studie wurden 45 ältere Erwachsene (Durchschnittsalter 68,1 Jahre) in drei Gruppen eingeteilt: Widerstandstraining mit Kreatinsupplementierung (RT+CS), Widerstandstraining mit Placebo (RT+P) und Kontrollgruppe. Das Widerstandstraining wurde über 10 Wochen, dreimal pro Woche durchgeführt. Ziel war es, die Auswirkungen auf oxidative Stressmarker (8-OHdG, MDA), antioxidative Enzyme (GPX, TAC), Muskelkraft und Lebensqualität zu untersuchen. Nach 10 Wochen zeigte das Training in beiden Interventionsgruppen eine signifikante Abnahme der oxidativen Stressmarker und eine Zunahme der antioxidativen Kapazität. Zudem verbesserte sich die Muskelkraft und die Lebensqualität. Die Kreatinsupplementierung führte zusätzlich zu einem Anstieg der Kreatininwerte.
Einschränkungen: Die Studie umfasst eine kleine Stichprobengröße (n=45) und eine relativ kurze Interventionsdauer von 10 Wochen. Die Ergebnisse basieren auf älteren, nicht-athletischen Erwachsenen, was die Übertragbarkeit auf andere Populationen einschränken könnte. Details zu Dosierung und Langzeiteffekten sind nicht angegeben.

Stoffwechsel

2016/09/28 – 2026/09/28
Die Zusammenfassungen basieren auf Abstracts bzw. (falls nicht vorhanden) Titel/Metadaten. Auf der Seite selbst wird kein Abstract-Text angezeigt. Keine medizinische Beratung.
Evidenz: Mittel (RCT)PMID: 38478179Signal: gemischtKonf.: 0,85Score: 71/100
Geroscience · 2024 Aug
Vints WAJ, Šeikinaitė J, Gökçe E, Kušleikienė S, Šarkinaite M, Valatkeviciene K et al.
Evidenz-Score: 71/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
In dieser randomisierten kontrollierten Studie wurden 70 ältere Erwachsene (60-85 Jahre) mit niedrigem oder hohem Risiko für leichte kognitive Beeinträchtigung (MCI) anhand des Montreal Cognitive Assessment (MoCA) in zwei Gruppen eingeteilt: eine Gruppe absolvierte 12 Wochen progressives Widerstandstraining der unteren Extremitäten, die Kontrollgruppe erhielt keine Intervention. Primäre Endpunkte waren Blutspiegel von Insulin-like Growth Factor-1 (IGF-1), Interleukin-6 (IL-6) und Kynurenin (KYN), Volumina von Hippocampus-Subfeldern (CA1, CA4, Subiculum, Presubiculum, Dentate Gyrus) mittels MRT sowie Hippocampus-Neurometabolite (N-Acetylaspartat, Myo-Inositol, Kreatin) mittels Protonen-MR-Spektroskopie. Es wurden Effekte der Intervention, des kognitiven Status und deren Interaktion sowie Zusammenhänge zwischen den Veränderungen der Biomarker und Bildgebungsergebnissen analysiert. Die Ergebnisse zeigten signifikante Veränderungen, darunter erhöhte Kynureninwerte und verringerte Subiculum-Volumina bei bestimmten Gruppen, was auf eine komplexe Wechselwirkung zwischen Widerstandstraining, neuroinflammatorischen Prozessen und Hippocampusstruktur bei älteren Erwachsenen mit unterschiedlichem MCI-Risiko hinweist.
Einschränkungen: Die Studie umfasst eine relativ kleine Stichprobe von 70 Teilnehmern und fokussiert sich auf ältere, gesunde Erwachsene mit spezifischem kognitivem Risikoprofil, was die Generalisierbarkeit einschränkt. Die Intervention beschränkt sich auf 12 Wochen progressives Widerstandstraining der unteren Extremitäten, ohne Vergleich zu anderen Trainingsformen. Die Ergebnisse basieren auf Biomarkern und Bildgebung, klinische kognitive Veränderungen werden im Abstract nicht detailliert beschrieben. Weitere Langzeitstudien sind notwendig, um die funktionellen Auswirkungen zu klären.
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 42141930Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 98/100
J Int Soc Sports Nutr · 2026 Dec 31
Naddafha S, Antonio J, Kreider RB, Stout JR
Evidenz-Score: 98/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse untersuchte randomisierte, placebokontrollierte Studien zur Wirkung von Kreatinmonohydrat mit oder ohne Widerstandstraining bei postmenopausalen Frauen (≥40-45 Jahre). Sie umfasste sieben Studien mit insgesamt 608 Teilnehmerinnen, die über 12 bis 104 Wochen (Median 38 Wochen) beobachtet wurden. Primäre Endpunkte waren fettfreie Masse (gemessen mittels DXA), Maximalkraft (1RM), Knochendichte, körperliche Funktion und Sicherheit. Die Metaanalyse zeigte eine signifikante Zunahme der fettfreien Masse unter Kreatin (mittlere Differenz +0,37 kg; 95%-KI +0,05 bis +0,69 kg) bei geringer Heterogenität. Weitere Ergebnisse zu Kraft, Knochendichte und Funktion wurden im Abstract nicht vollständig dargestellt.
Einschränkungen: Die Anzahl der eingeschlossenen Studien ist mit sieben relativ gering, und die Dauer der Interventionen variiert stark (12 bis 104 Wochen). Die Ergebnisse beziehen sich auf eine spezifische Population (postmenopausale Frauen, mittleres Alter ca. 62 Jahre), was die Übertragbarkeit einschränken kann. Details zu weiteren Endpunkten und Nebenwirkungen sind im Abstract nicht vollständig verfügbar. Die Qualität der Evidenz wurde mittels GRADE bewertet, jedoch sind die genauen Bewertungen nicht angegeben.
Evidenz: Mittel (RCT)PMID: 38613679Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 83/100
Eur J Appl Physiol · 2024 Sep
Horgan BG, West NP, Tee N, Halson SL, Drinkwater EJ, Chapman DW et al.
Evidenz-Score: 83/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
In einer randomisierten kontrollierten Cross-over-Studie mit 18 männlichen Rugby-Spielern wurde über 12 Wochen untersucht, wie sich wiederholte Kaltwasser- (CWI) oder Warmwasserimmersion (HWI) nach Widerstandstraining auf Entzündungs- und Hormonparameter auswirkt. Die Teilnehmer durchliefen drei 4-Wochen-Phasen mit jeweils CWI, HWI oder keiner Immersion (Kontrolle). Blutproben wurden vor Beginn und alle vier Wochen entnommen. Die Analyse zeigte, dass sowohl CWI als auch HWI die Kreatinkinase (CK) im Vergleich zur Kontrolle reduzierten, wobei HWI stärkere Effekte zeigte. HWI senkte zudem den Entzündungsmarker IL-1ra und erhöhte Wachstumsfaktoren (PDGF-BB, IGF-1). CWI erhöhte das Hitzeschockprotein HSP-72 im Vergleich zu HWI. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Warmwasserimmersion nach Widerstandstraining moderate entzündungshemmende und wachstumsfördernde Effekte haben kann, während Kaltwasserimmersion vor allem HSP-72 steigert.
Einschränkungen: Die Studie umfasst nur 18 männliche, junge Rugby-Spieler, was die Generalisierbarkeit einschränkt. Die Effekte könnten auch durch hydrostatische Effekte der Wasserimmersion beeinflusst sein. Die Dauer der Intervention (je 4 Wochen pro Bedingung) ist relativ kurz, und Langzeiteffekte wurden nicht untersucht.

Entzündung & Zellschutz

2016/09/28 – 2026/09/28
Die Zusammenfassungen basieren auf Abstracts bzw. (falls nicht vorhanden) Titel/Metadaten. Auf der Seite selbst wird kein Abstract-Text angezeigt. Keine medizinische Beratung.
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 39193818Signal: neutralKonf.: 0,70Score: 74/100
J Int Soc Sports Nutr · 2024 Dec
Kearns RP, Dooley JSG, Matthews M, McNeilly AM
Evidenz-Score: 74/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese systematische Übersichtsarbeit untersucht anhand von randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) die Wirksamkeit von Probiotika auf Ermüdung, Entzündungsmarker und sportliche Leistung bei Athleten. Die Population umfasst Sportler, die häufig unter gastrointestinalen Beschwerden und Ermüdung leiden, insbesondere bei Ausdauersportarten wie Marathon oder Triathlon. Die Intervention besteht in der Gabe von Probiotika zur Modulation der Darmmikrobiota, mit dem Ziel, die Darm- und Immunfunktion zu verbessern und entzündliche Reaktionen zu mindern. Die Endpunkte umfassen subjektive Ermüdung, Entzündungsmarker und Leistungsparameter. Insgesamt wurden aus über 3500 identifizierten Studien 13 RCTs in die Analyse eingeschlossen. Die Übersichtsarbeit folgt den PRISMA-Richtlinien und dem PICOS-Framework.
Einschränkungen: Die Zusammenfassung gibt keine detaillierten Ergebnisse oder quantitative Daten zu den Effekten der Probiotika an. Ohne Einsicht in die Resultate der einzelnen Studien oder eine Metaanalyse ist die Aussagekraft der Wirksamkeit begrenzt. Zudem ist unklar, wie heterogen die Studien hinsichtlich Probiotikaarten, Dosierung und Dauer der Intervention sind.
Evidenz: Mittel (RCT)PMID: 30476916Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 83/100
Cell Physiol Biochem · 2018
Zhou Y, Qi C, Li S, Shao X, Mou S, Ni Z
Evidenz-Score: 83/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
In einer prospektiven randomisierten kontrollierten Studie wurden 100 Patienten mit diabetischer Nephropathie (Typ-2-Diabetes, Albumin/Kreatinin-Quotient ≥30 mg/g, Proteinurie 150 mg/24h bis 2 g/24h, GFR >90 ml/min) untersucht. Die Interventionsgruppe erhielt Calciumdobesilat (500 mg, dreimal täglich) über 3 Monate, die Kontrollgruppe keine Behandlung. Primäre Endpunkte waren 24-Stunden-Albuminurie und Proteinurie sowie glomeruläre Filtrationsrate (GFR). Nach 3 Monaten zeigte die Calciumdobesilat-Gruppe eine signifikante Abnahme der Albumin- und Proteinurie, während die GFR unverändert blieb. Zusätzlich wurden Endothelfunktionsmarker (VEGF, ET-1, eNOS, NO) und Entzündungsmarker (MCP-1, ICAM, PTX3) mittels ELISA bestimmt, wobei Hinweise auf eine Verbesserung der Endothelfunktion und Reduktion der Entzündung vorlagen.
Einschränkungen: Die Studiendauer von 3 Monaten ist relativ kurz, Langzeiteffekte und klinische Endpunkte wie Progression zur Dialyse wurden nicht untersucht. Die Stichprobengröße ist moderat, und es fehlen Angaben zur Verblindung. Die Ergebnisse basieren auf Biomarkern und Surrogatparametern, nicht auf harten klinischen Endpunkten.
Evidenz: Mittel (RCT)PMID: 29106814Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 83/100
Appl Physiol Nutr Metab · 2018 Mar
Bell KE, Snijders T, Zulyniak MA, Kumbhare D, Parise G, Chabowski A et al.
Evidenz-Score: 83/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
In einer Studie mit gesunden älteren Männern wurde untersucht, ob die zweimal tägliche Einnahme eines Mehrkomponenten-Nahrungsergänzungsmittels (SUPP) über 6 Wochen (Phase 1) und anschließend in Kombination mit 12 Wochen Training (Phase 2) systemische Entzündungsmarker beeinflusst. Die Marker Tumornekrosefaktor-alpha (TNF-α) und Interleukin-6 (IL-6) wurden im SUPP-Arm über die Zeit signifikant reduziert, während im Kontrollarm mit kohlenhydratbasiertem Placebo keine Veränderungen beobachtet wurden.
Einschränkungen: Die Studie wurde nur an gesunden älteren Männern durchgeführt, was die Übertragbarkeit auf andere Populationen einschränkt. Details zu Studiendesign, Randomisierung, Verblindung und genauen Trainingsprotokollen sind im Abstract nicht enthalten. Die Wirkung wurde nur auf zwei Entzündungsmarker bezogen, weitere klinische Endpunkte fehlen.

Einordnung der wissenschaftlichen Evidenz

Die wissenschaftliche Evidenz zu Kreatin ist im Bereich der körperlichen Leistungsfähigkeit gut etabliert. Zahlreiche randomisierte kontrollierte Studien und Meta-Analysen zeigen konsistente Effekte, insbesondere bei kurzzeitigen, intensiven Belastungen.

Für kognitive und neurologische Fragestellungen ist die Datenlage weniger einheitlich. Einige Studien deuten auf mögliche Zusammenhänge hin, jedoch variieren die Ergebnisse je nach Population und Studiendesign.

Untersucht wurden unterschiedliche Gruppen, darunter sportlich aktive Personen, ältere Erwachsene und spezifische Ernährungsgruppen. Zu den häufig betrachteten Outcomes gehören Muskelkraft, Leistungsparameter, kognitive Funktionen und metabolische Marker.

Key Takeaways

  • Kreatin ist einer der am besten untersuchten Stoffe im Bereich körperlicher Leistungsfähigkeit.
  • Die Hauptwirkung liegt in der Unterstützung des zellulären Energiestoffwechsels.
  • Für kognitive Effekte ist die Studienlage gemischt.
  • Die Forschung deckt Sport, Alterung und Stoffwechselprozesse ab.

FAQ

Was ist Kreatin?

Kreatin ist eine körpereigene Verbindung, die eine zentrale Rolle in der Energieversorgung der Zellen spielt.

Welche Funktion hat Kreatin im Körper?

Es unterstützt die schnelle Bereitstellung von ATP, insbesondere bei intensiver Belastung.

Wird Kreatin wissenschaftlich untersucht?

Ja, Kreatin ist umfassend erforscht, vor allem im Bereich Sport und Energiestoffwechsel.

In welchen Bereichen wird Kreatin erforscht?

Die Forschung umfasst Muskelkraft, kognitive Funktionen, Alterungsprozesse und metabolische Gesundheit.

WERBUNG: Diese Seite enthält Affiliate-Links. Wenn du über diese Links einkaufen, erhalten wir eine kleine Provision — dir entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. So können wir diese Webseite kostenfrei und ohne weitere Werbung betreiben. Vielen Dank für deine Unterstützung! ❤️ Weitere Informationen zu unseren Partnern und zur Datenverarbeitung findest du in unserer Datenschutzerklärung.
HINWEIS NACH §4 NemV: Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrsmenge darf nicht überschritten werden. Nahrungsergänzungsmittel sollten nicht als Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung verwendet werden. Außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern lagern.
HAFTUNGSAUSSCHLUSS: Alle auf dieser Seite gegebenen Hinweise und Tipps zu Nahrungsergänzungsmitteln stellen keine medizinische Beratung dar. Bitte konsultiere vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln immer deinen Arzt oder eine andere medizinische Fachkraft. Details entnimmst du bitte unserem Haftungsausschluss.

Klicken Sie hier, um auf den Login- oder Registrierungs-Cheese zuzugreifen
Tisso

Als Partner von Tisso haben wir die Möglichkeit, Ihnen einen  einmaligen Rabattcode für Ihren Einkauf bei Tisso zur Verfügung zu stellen. Es lohnt sich also diesen für einen größeren Einkauf zu nutzen. Als Mikronährstoffexperte und -coach sind wir gerne bereit, Sie bei Fragen zu den Produkten von Tisso zu unterstützen.
Der Rabatt beträgt 15% ab einem Bestellwert von 100.-€. 10% darunter.

15% Rabattcode für Tisso

Experiencias con Moleqlar

Als wissenschaftliche Kooperationspartner von Moleqlar haben wir die Möglichkeit, Ihnen einen Rabattcode für Ihren Einkauf bei Moleqlar zur Verfügung zu stellen. Als Mikronährstoffexperte bin gerne bereit, Sie bei Fragen zu den Produkten von Moleqlar zu unterstützen.

10% Rabattcode für moleqlar