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Kreatin – Wirkung, Funktionen & Studienlage im Überblick

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Einleitung

Kreatin ist eine körpereigene stickstoffhaltige Verbindung, die hauptsächlich in der Muskulatur gespeichert wird und eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel spielt. Es wird aus den Aminosäuren Arginin, Glycin und Methionin gebildet und kann zusätzlich über die Nahrung, insbesondere aus Fleisch und Fisch, aufgenommen werden.

Im menschlichen Körper dient Kreatin vor allem als schneller Energielieferant bei kurzfristigen, intensiven Belastungen. Es wird in Form von Kreatinphosphat gespeichert und unterstützt die Regeneration von Adenosintriphosphat (ATP), der primären Energiequelle der Zellen. Diese Funktion macht Kreatin besonders relevant für Muskelzellen, aber auch für andere Gewebe mit hohem Energiebedarf, wie das Gehirn.

Aufgrund dieser zentralen Rolle im Energiestoffwechsel ist Kreatin seit Jahrzehnten Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Forschung. Studien untersuchen unter anderem seine Effekte auf körperliche Leistungsfähigkeit, Muskelstoffwechsel sowie mögliche Einflüsse auf kognitive Funktionen und altersbedingte Prozesse.

Inhaltsverzeichnis

Wirkmechanismus und Funktionen

  • ATP-Regeneration: Kreatinphosphat dient als schnelle Reserve zur Wiederherstellung von ATP bei kurzfristiger Belastung.
  • Energiestoffwechsel: Unterstützt die Energieverfügbarkeit in Muskel- und Nervenzellen.
  • Zellvolumenregulation: Kann zur intrazellulären Wasserbindung beitragen und so Zellfunktionen beeinflussen.
  • Muskelfunktion: Spielt eine Rolle bei der Kontraktionsfähigkeit und Leistungsfähigkeit der Muskulatur.
  • Neurologische Prozesse: Kreatin ist auch im Gehirn aktiv und wird in Studien im Zusammenhang mit kognitiven Funktionen untersucht.
  • Interaktion mit anderen Nährstoffen: Die Synthese von Kreatin ist abhängig von Aminosäuren sowie Mikronährstoffen wie Vitamin B12 und Folsäure, die am Methylierungsstoffwechsel beteiligt sind.

Studienlage und Forschung

Die wissenschaftliche Untersuchung von Kreatin umfasst verschiedene Studiendesigns, die unterschiedliche Aspekte seiner Wirkung beleuchten.

  • Randomisierte kontrollierte Studien (RCTs): Untersuchen Effekte von Kreatin auf Muskelkraft, Leistungsfähigkeit und Regeneration.
  • Beobachtungsstudien: Analysieren Zusammenhänge zwischen Kreatinstatus und gesundheitlichen Parametern.
  • Systematische Reviews: Fassen Ergebnisse mehrerer Studien zusammen, insbesondere im Bereich Sport und Muskelstoffwechsel.
  • Meta-Analysen: Bewerten die Gesamtevidenz zu spezifischen Fragestellungen, z. B. Leistungssteigerung oder kognitive Effekte.

Zentrale Forschungsbereiche sind:

  • Muskelstoffwechsel und Leistungsfähigkeit: Einer der am besten untersuchten Bereiche, insbesondere bei kurzzeitigen, intensiver Belastung.
  • Neurologische Funktionen: Studien untersuchen mögliche Effekte auf Gedächtnis, mentale Ermüdung und neurodegenerative Prozesse.
  • Alterungsprozesse: Forschung zur Rolle von Kreatin bei Muskelabbau (Sarkopenie) und funktioneller Leistungsfähigkeit im Alter.
  • Stoffwechselgesundheit: Untersuchungen zu möglichen Effekten auf Glukosestoffwechsel und Zellenergie.

In einigen Studien wird Kreatin auch im Zusammenspiel mit Magnesium oder Omega-3-Fettsäuren untersucht, da diese ebenfalls zentrale Rollen im Energiestoffwechsel spielen.

Im folgenden Abschnitt werden aktuelle Studien aus der medizinischen Datenbank PubMed dargestellt.

Kreatin Studien

Kreatin – Evidenz nach Bereich

Muskelkraft & Leistung

2016/05/13 – 2026/05/13
Die Zusammenfassungen basieren auf Abstracts bzw. (falls nicht vorhanden) Titel/Metadaten. Auf der Seite selbst wird kein Abstract-Text angezeigt. Keine medizinische Beratung.
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 37432300Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 98/100
Nutrients · 2023 Apr 28
Burke R, Piñero A, Coleman M, Mohan A, Sapuppo M, Augustin F et al.
Evidenz-Score: 98/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse untersuchte randomisierte kontrollierte Studien, die die kombinierten Effekte von Widerstandstraining (RT) und Kreatin-Supplementierung auf regionale Muskelmassenveränderungen mittels bildgebender Verfahren (MRI, CT, Ultraschall) bei gesunden Erwachsenen analysierten. Einschlusskriterien waren Studien mit mindestens 6 Wochen Dauer. Insgesamt wurden 44 Ergebnisse aus 10 Studien ausgewertet. Die univariate Analyse zeigte einen sehr kleinen, zugunsten der Kreatin-Supplementierung ausfallenden Effekt (gemittelter Effekt 0,11; 95% Credible Interval: -0,02 bis 0,25). Multivariate Analysen bestätigten kleine Vorteile hinsichtlich der Muskelstärke im Ober- und Unterkörper (0,10-0,16 cm Zunahme). Jüngere Erwachsene profitierten tendenziell etwas mehr als ältere. Insgesamt deuten die Ergebnisse auf einen sehr kleinen positiven Effekt von Kreatin in Kombination mit RT auf die Muskelhypertrophie hin.
Einschränkungen: Die Effekte sind sehr klein und die 95% Credible Intervals schließen teilweise auch einen fehlenden Effekt ein. Die Studienanzahl ist mit 10 relativ gering, und die Heterogenität der Studienpopulationen und Messmethoden könnte die Ergebnisse beeinflussen. Die Analyse basiert auf direkten Bildgebungsmaßen, was zwar präzise ist, aber die klinische Relevanz der kleinen Veränderungen bleibt unklar.
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 39519498Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 98/100
Nutrients · 2024 Oct 28
Wang Z, Qiu B, Li R, Han Y, Petersen C, Liu S et al.
Evidenz-Score: 98/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse untersuchte die Wirkung von Kreatin-Supplementierung in Kombination mit Krafttraining auf die Muskelkraft bei Erwachsenen unter 50 Jahren. Es wurden 23 Studien mit insgesamt 509 Teilnehmern (überwiegend männlich) analysiert. Die Ergebnisse zeigten, dass Kreatin zusammen mit Krafttraining im Vergleich zu Placebo die Kraft im Ober- und Unterkörper signifikant erhöhte. Subgruppenanalysen deuteten darauf hin, dass Männer stärkere Kraftzuwächse erzielten als Frauen, wobei bei Frauen keine signifikanten Verbesserungen festgestellt wurden. Die Studie berücksichtigte auch Einflussfaktoren wie Alter und Trainingsdauer.
Einschränkungen: Die Mehrheit der eingeschlossenen Studien umfasste männliche Teilnehmer, wodurch die Aussagekraft für Frauen eingeschränkt ist. Zudem wurden mögliche Einflussfaktoren wie Trainingsdauer und andere Variablen nur teilweise berücksichtigt. Die Ergebnisse beruhen auf aggregierten Studiendaten, was individuelle Unterschiede nicht vollständig abbildet.
Evidenz: Mittel (RCT)PMID: 32599716Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 83/100
Nutrients · 2020 Jun 24
Mills S, Candow DG, Forbes SC, Neary JP, Ormsbee MJ, Antonio J
Evidenz-Score: 83/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
In einer randomisierten Studie mit 22 körperlich aktiven jungen Erwachsenen (Durchschnittsalter ca. 26 Jahre) wurde über sechs Wochen die Wirkung von Kreatin-Supplementierung während Widerstandstrainings untersucht. Die Teilnehmer erhielten entweder Kreatin oder ein Placebo unmittelbar nach den Trainingseinheiten (fünf Tage pro Woche, 18 Sätze pro Einheit). Vor und nach der Intervention wurden Muskelstärke (Bein- und Brustpressen 1-RM), Muskelkraft (Vertikalsprung, Medizinballwurf), Muskelmasse (Muskelstärke der Ellenbogen- und Kniebeuger/-strecker sowie Sprunggelenksplantarflexoren) und muskuläre Ausdauer gemessen. Die Kreatin-Gruppe zeigte signifikante Verbesserungen in der Muskelkraft (Bein- und Brustpressen) und muskulären Ausdauer (Beinpressen), während die Placebo-Gruppe keine signifikanten Veränderungen aufwies. Beide Gruppen verbesserten die Gesamtausdauer, wobei die Kreatin-Gruppe größere Zuwächse erzielte. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Einnahme von Kreatin während des Widerstandstrainings die Muskelkraft und teilweise die muskuläre Ausdauer bei jungen, körperlich aktiven Erwachsenen verbessern kann.
Einschränkungen: Die Studie umfasst eine kleine Stichprobengröße (n=22) und eine relativ kurze Interventionsdauer (6 Wochen). Die Ergebnisse basieren auf jungen, körperlich aktiven Erwachsenen, wodurch die Übertragbarkeit auf andere Populationen eingeschränkt sein könnte. Zudem wurde Kreatin nur unmittelbar nach den Trainingseinheiten verabreicht, sodass keine Aussagen über andere Einnahmezeitpunkte möglich sind.

Kognition & Gehirn

2016/05/13 – 2026/05/13
Die Zusammenfassungen basieren auf Abstracts bzw. (falls nicht vorhanden) Titel/Metadaten. Auf der Seite selbst wird kein Abstract-Text angezeigt. Keine medizinische Beratung.
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 35984306Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 98/100
Nutr Rev · 2023 Mar 10
Prokopidis K, Giannos P, Triantafyllidis KK, Kechagias KS, Forbes SC, Candow DG
Evidenz-Score: 98/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse untersuchte den Einfluss von Kreatin-Supplementierung auf die Gedächtnisleistung bei gesunden Menschen. Es wurden 10 randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) mit gesunden Teilnehmern eingeschlossen, von denen 8 in die Metaanalyse einflossen. Die Kreatin-Supplementierung führte insgesamt zu einer signifikanten Verbesserung der Gedächtnisleistung im Vergleich zu Placebo (Standardisierte Mittelwertdifferenz [SMD] = 0,29). Subgruppenanalysen zeigten, dass ältere Erwachsene (66-76 Jahre) eine deutlichere Gedächtnisverbesserung erfuhren (SMD = 0,88) als jüngere Personen (11-31 Jahre), bei denen kein signifikanter Effekt nachgewiesen wurde. Dosierung, Dauer der Intervention, Geschlecht oder geografische Herkunft hatten keinen signifikanten Einfluss auf das Ergebnis.
Einschränkungen: Die Heterogenität der Studien war moderat bis hoch (I2 bis 83%), was auf Unterschiede in Studiendesign, Population oder Messmethoden hinweisen kann. Die Anzahl der eingeschlossenen Studien ist relativ gering, insbesondere in den Subgruppenanalysen. Die Dauer der Interventionen variierte stark (5 Tage bis 24 Wochen). Die Ergebnisse beziehen sich auf gesunde Personen und sind nicht auf klinische Populationen übertragbar.
Filter: Evidenz: alle + alle Signale · KI: Abstract/Titel
Abstract & KI
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 33572884Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 98/100
Nutrients · 2021 Jan 29
Kreider RB, Stout JR
Evidenz-Score: 98/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese systematische Übersichtsarbeit bewertet die wissenschaftlichen und medizinischen Belege zur Rolle von Kreatin bei der Förderung der allgemeinen Gesundheit im Alter sowie zur Nutzung von Kreatinsupplementierung als ernährungsstrategische Maßnahme zur Unterstützung der Genesung nach Verletzungen und zur Behandlung chronischer Erkrankungen. Kreatin spielt eine wichtige Rolle im Zellstoffwechsel, insbesondere unter metabolischem Stress, und eine erhöhte Verfügbarkeit kann den Zellstoffwechsel verbessern und dadurch Schwere von Verletzungen und Krankheiten mindern, besonders bei eingeschränkter Sauerstoffversorgung. Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass Kreatinsupplementierung über die Lebensspanne hinweg mehrere gesundheitliche und therapeutische Vorteile bietet.
Einschränkungen: Die Bewertung basiert auf einer systematischen Übersicht vorhandener Studien, jedoch werden keine spezifischen Studiendesigns, Populationen oder Endpunkte detailliert beschrieben. Die Qualität und Heterogenität der eingeschlossenen Studien sowie mögliche Bias werden im Abstract nicht erläutert.
Evidenz: Mittel (RCT)PMID: 37968687Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 83/100
BMC Med · 2023 Nov 15
Sandkühler JF, Kersting X, Faust A, Königs EK, Altman G, Ettinger U et al.
Evidenz-Score: 83/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Cross-over-Studie untersuchte die Wirkung einer täglichen Kreatin-Supplementierung (5 g für 6 Wochen) auf die kognitive Leistung bei 123 Teilnehmern, davon etwa die Hälfte Vegetarier. Die kognitive Leistung wurde mit Raven's Advanced Progressive Matrices (RAPM), Backward Digit Span (BDS) und acht weiteren explorativen Tests gemessen. Bayesianische Analysen zeigten einen kleinen, grenzwertig signifikanten positiven Effekt von Kreatin auf die BDS-Leistung, jedoch keinen signifikanten Effekt auf RAPM oder die anderen kognitiven Tests. Nebenwirkungen traten unter Kreatin signifikant häufiger auf als unter Placebo. Vegetarier profitierten nicht signifikant anders als Omnivore.
Einschränkungen: Die Effekte auf die kognitive Leistung waren klein und teilweise nur grenzwertig signifikant. Die Studie berichtet keine signifikanten Verbesserungen bei den meisten kognitiven Tests. Nebenwirkungen traten häufiger unter Kreatin auf, was die Verträglichkeit einschränken könnte. Die Ergebnisse sind auf die untersuchten Tests und Population beschränkt.

Alter & Muskelerhalt

2016/05/13 – 2026/05/13
Die Zusammenfassungen basieren auf Abstracts bzw. (falls nicht vorhanden) Titel/Metadaten. Auf der Seite selbst wird kein Abstract-Text angezeigt. Keine medizinische Beratung.
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 35984306Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 98/100
Nutr Rev · 2023 Mar 10
Prokopidis K, Giannos P, Triantafyllidis KK, Kechagias KS, Forbes SC, Candow DG
Evidenz-Score: 98/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse untersuchte den Einfluss von Kreatin-Supplementierung auf die Gedächtnisleistung bei gesunden Menschen. Es wurden 10 randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) mit gesunden Teilnehmern eingeschlossen, von denen 8 in die Metaanalyse einflossen. Die Kreatin-Supplementierung führte insgesamt zu einer signifikanten Verbesserung der Gedächtnisleistung im Vergleich zu Placebo (Standardisierte Mittelwertdifferenz [SMD] = 0,29). Subgruppenanalysen zeigten, dass ältere Erwachsene (66-76 Jahre) eine deutlichere Gedächtnisverbesserung erfuhren (SMD = 0,88) als jüngere Personen (11-31 Jahre), bei denen kein signifikanter Effekt nachgewiesen wurde. Dosierung, Dauer der Intervention, Geschlecht oder geografische Herkunft hatten keinen signifikanten Einfluss auf das Ergebnis.
Einschränkungen: Die Heterogenität der Studien war moderat bis hoch (I2 bis 83%), was auf Unterschiede in Studiendesign, Population oder Messmethoden hinweisen kann. Die Anzahl der eingeschlossenen Studien ist relativ gering, insbesondere in den Subgruppenanalysen. Die Dauer der Interventionen variierte stark (5 Tage bis 24 Wochen). Die Ergebnisse beziehen sich auf gesunde Personen und sind nicht auf klinische Populationen übertragbar.
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 37432300Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 98/100
Nutrients · 2023 Apr 28
Burke R, Piñero A, Coleman M, Mohan A, Sapuppo M, Augustin F et al.
Evidenz-Score: 98/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse untersuchte randomisierte kontrollierte Studien, die die kombinierten Effekte von Widerstandstraining (RT) und Kreatin-Supplementierung auf regionale Muskelmassenveränderungen mittels bildgebender Verfahren (MRI, CT, Ultraschall) bei gesunden Erwachsenen analysierten. Einschlusskriterien waren Studien mit mindestens 6 Wochen Dauer. Insgesamt wurden 44 Ergebnisse aus 10 Studien ausgewertet. Die univariate Analyse zeigte einen sehr kleinen, zugunsten der Kreatin-Supplementierung ausfallenden Effekt (gemittelter Effekt 0,11; 95% Credible Interval: -0,02 bis 0,25). Multivariate Analysen bestätigten kleine Vorteile hinsichtlich der Muskelstärke im Ober- und Unterkörper (0,10-0,16 cm Zunahme). Jüngere Erwachsene profitierten tendenziell etwas mehr als ältere. Insgesamt deuten die Ergebnisse auf einen sehr kleinen positiven Effekt von Kreatin in Kombination mit RT auf die Muskelhypertrophie hin.
Einschränkungen: Die Effekte sind sehr klein und die 95% Credible Intervals schließen teilweise auch einen fehlenden Effekt ein. Die Studienanzahl ist mit 10 relativ gering, und die Heterogenität der Studienpopulationen und Messmethoden könnte die Ergebnisse beeinflussen. Die Analyse basiert auf direkten Bildgebungsmaßen, was zwar präzise ist, aber die klinische Relevanz der kleinen Veränderungen bleibt unklar.
Filter: Evidenz: alle + alle Signale · KI: Abstract/Titel
Abstract & KI
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 33572884Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 98/100
Nutrients · 2021 Jan 29
Kreider RB, Stout JR
Evidenz-Score: 98/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese systematische Übersichtsarbeit bewertet die wissenschaftlichen und medizinischen Belege zur Rolle von Kreatin bei der Förderung der allgemeinen Gesundheit im Alter sowie zur Nutzung von Kreatinsupplementierung als ernährungsstrategische Maßnahme zur Unterstützung der Genesung nach Verletzungen und zur Behandlung chronischer Erkrankungen. Kreatin spielt eine wichtige Rolle im Zellstoffwechsel, insbesondere unter metabolischem Stress, und eine erhöhte Verfügbarkeit kann den Zellstoffwechsel verbessern und dadurch Schwere von Verletzungen und Krankheiten mindern, besonders bei eingeschränkter Sauerstoffversorgung. Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass Kreatinsupplementierung über die Lebensspanne hinweg mehrere gesundheitliche und therapeutische Vorteile bietet.
Einschränkungen: Die Bewertung basiert auf einer systematischen Übersicht vorhandener Studien, jedoch werden keine spezifischen Studiendesigns, Populationen oder Endpunkte detailliert beschrieben. Die Qualität und Heterogenität der eingeschlossenen Studien sowie mögliche Bias werden im Abstract nicht erläutert.

Stoffwechsel

2016/05/13 – 2026/05/13
Die Zusammenfassungen basieren auf Abstracts bzw. (falls nicht vorhanden) Titel/Metadaten. Auf der Seite selbst wird kein Abstract-Text angezeigt. Keine medizinische Beratung.
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 35984306Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 98/100
Nutr Rev · 2023 Mar 10
Prokopidis K, Giannos P, Triantafyllidis KK, Kechagias KS, Forbes SC, Candow DG
Evidenz-Score: 98/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse untersuchte den Einfluss von Kreatin-Supplementierung auf die Gedächtnisleistung bei gesunden Menschen. Es wurden 10 randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) mit gesunden Teilnehmern eingeschlossen, von denen 8 in die Metaanalyse einflossen. Die Kreatin-Supplementierung führte insgesamt zu einer signifikanten Verbesserung der Gedächtnisleistung im Vergleich zu Placebo (Standardisierte Mittelwertdifferenz [SMD] = 0,29). Subgruppenanalysen zeigten, dass ältere Erwachsene (66-76 Jahre) eine deutlichere Gedächtnisverbesserung erfuhren (SMD = 0,88) als jüngere Personen (11-31 Jahre), bei denen kein signifikanter Effekt nachgewiesen wurde. Dosierung, Dauer der Intervention, Geschlecht oder geografische Herkunft hatten keinen signifikanten Einfluss auf das Ergebnis.
Einschränkungen: Die Heterogenität der Studien war moderat bis hoch (I2 bis 83%), was auf Unterschiede in Studiendesign, Population oder Messmethoden hinweisen kann. Die Anzahl der eingeschlossenen Studien ist relativ gering, insbesondere in den Subgruppenanalysen. Die Dauer der Interventionen variierte stark (5 Tage bis 24 Wochen). Die Ergebnisse beziehen sich auf gesunde Personen und sind nicht auf klinische Populationen übertragbar.
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 31375416Signal: neutralKonf.: 0,85Score: 76/100
J Ren Nutr · 2019 Nov
de Souza E Silva A, Pertille A, Reis Barbosa CG, Aparecida de Oliveira Silva J, de Jesus DV, Ribeiro AGSV et al.
Evidenz-Score: 76/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse untersuchte die Auswirkungen von Kreatin-Supplementierung auf die Nierenfunktion. Nach der Sichtung von 290 Studien wurden 15 qualitativ und 6 quantitativ analysiert. Die Metaanalyse zeigte, dass Kreatin-Supplementierung die Serumkreatininwerte und Plasmaurewert nicht signifikant veränderte. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Kreatin in den untersuchten Dosierungen und Zeiträumen keine Nierenschädigung verursacht.
Einschränkungen: Die Analyse basiert auf einer begrenzten Anzahl von Studien (6 in der Metaanalyse), die unterschiedliche Dosierungen und Studiendesigns aufweisen können. Langzeitwirkungen und Effekte bei Patienten mit vorbestehenden Nierenerkrankungen wurden möglicherweise nicht ausreichend berücksichtigt.
Filter: Evidenz: alle + alle Signale · KI: Abstract/Titel
Abstract & KI
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 33572884Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 98/100
Nutrients · 2021 Jan 29
Kreider RB, Stout JR
Evidenz-Score: 98/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese systematische Übersichtsarbeit bewertet die wissenschaftlichen und medizinischen Belege zur Rolle von Kreatin bei der Förderung der allgemeinen Gesundheit im Alter sowie zur Nutzung von Kreatinsupplementierung als ernährungsstrategische Maßnahme zur Unterstützung der Genesung nach Verletzungen und zur Behandlung chronischer Erkrankungen. Kreatin spielt eine wichtige Rolle im Zellstoffwechsel, insbesondere unter metabolischem Stress, und eine erhöhte Verfügbarkeit kann den Zellstoffwechsel verbessern und dadurch Schwere von Verletzungen und Krankheiten mindern, besonders bei eingeschränkter Sauerstoffversorgung. Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass Kreatinsupplementierung über die Lebensspanne hinweg mehrere gesundheitliche und therapeutische Vorteile bietet.
Einschränkungen: Die Bewertung basiert auf einer systematischen Übersicht vorhandener Studien, jedoch werden keine spezifischen Studiendesigns, Populationen oder Endpunkte detailliert beschrieben. Die Qualität und Heterogenität der eingeschlossenen Studien sowie mögliche Bias werden im Abstract nicht erläutert.

Entzündung & Zellschutz

2016/05/13 – 2026/05/13
Die Zusammenfassungen basieren auf Abstracts bzw. (falls nicht vorhanden) Titel/Metadaten. Auf der Seite selbst wird kein Abstract-Text angezeigt. Keine medizinische Beratung.
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 38703861Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 98/100
Neurobiol Dis · 2024 Jul
Frye RE, Rincon N, McCarty PJ, Brister D, Scheck AC, Rossignol DA
Evidenz-Score: 98/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse untersuchte 204 Studien, die Biomarker mitochondrialer Dysfunktion bei Personen mit Autismus-Spektrum-Störung (ASD) bewerteten. Es wurden signifikante Erhöhungen der Prävalenz von Lactat, Pyruvat, Alanin und Kreatinkinase bei ASD festgestellt. Im Vergleich zu Kontrollen zeigten ASD-Patienten signifikante Unterschiede mit moderaten bis großen Effektstärken in mittleren Pyruvatwerten, Lactat-Pyruvat-Verhältnis, ATP und Kreatinkinase. Einige Studien berichteten über abnormale Metabolite des TCA-Zyklus. Zudem fanden sich mtDNA-Deletionen oder Variationen in verschiedenen Zelltypen und signifikante Unterschiede in der mtDNA-Kopienzahl sowie in spezifischen Genen (ND1, ND4, CytB). Bestimmte mtDNA-Haplogruppen wurden mit ASD assoziiert. Eine Subgruppe von ASD zeigte erhöhte mitochondriale Atmung, verbunden mit erhöhter Empfindlichkeit gegenüber physiologischen Stressoren und neurodevelopmentalem Rückgang.
Einschränkungen: Die Analyse basiert auf einer Vielzahl heterogener Studien mit unterschiedlichen Biomarkern und Methoden. Die Kausalität zwischen mitochondrialer Dysfunktion und ASD bleibt unklar. Die Subgruppen mit erhöhter mitochondrialer Atmung benötigen weitere Validierung. Die Ergebnisse sind auf die im Abstract genannten Biomarker beschränkt und berücksichtigen keine klinischen Interventionen oder Langzeitverläufe.
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 38999792Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,75Score: 96/100
Nutrients · 2024 Jun 27
Fernández-Lázaro D, Arribalzaga S, Gutiérrez-Abejón E, Azarbayjani MA, Mielgo-Ayuso J, Roche E
Evidenz-Score: 96/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese systematische Übersichtsarbeit analysierte 13 randomisierte kontrollierte Studien, die den Einfluss von Omega-3-Supplementierung auf post-exerzierte Entzündungsmarker, Muskelschäden, oxidativen Stress und sportliche Leistung bei körperlich gesunden Erwachsenen untersuchten. Die Studiendauer variierte von einem Tag bis zu 26 Wochen, und die Dosierungen waren heterogen. Die Ergebnisse zeigten, dass die Kontrollgruppe signifikant höhere Werte von Kreatinkinase (CK) und Laktatdehydrogenase (LDH) aufwies, was auf einen möglichen schützenden Effekt von Omega-3 gegen Muskelschäden hindeutet. Weitere Details zu anderen Biomarkern und Leistungsparametern wurden im Abstract nicht vollständig dargestellt.
Einschränkungen: Die Studien wiesen eine heterogene Dauer und Dosierung der Omega-3-Supplementierung auf, was die Vergleichbarkeit einschränkt. Zudem sind nur 13 Studien in die Analyse eingeflossen, was die Aussagekraft limitiert. Das Abstract liefert keine vollständigen Informationen zu allen untersuchten Endpunkten und deren statistischer Signifikanz.
Evidenz: Mittel (RCT)PMID: 34023008Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,90Score: 84/100
Lancet · 2021 Jun 5
Guttman-Yassky E, Teixeira HD, Simpson EL, Papp KA, Pangan AL, Blauvelt A et al.
Evidenz-Score: 84/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Die Studien Measure Up 1 und Measure Up 2 sind zwei multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-3-Studien, die an Jugendlichen (12-17 Jahre) und Erwachsenen (18-75 Jahre) mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis durchgeführt wurden. Die Patienten wurden randomisiert in drei Gruppen eingeteilt: Upadacitinib 15 mg, Upadacitinib 30 mg oder Placebo, jeweils einmal täglich über 16 Wochen. Die Hauptendpunkte waren der Anteil der Patienten mit mindestens 75% Verbesserung im Eczema Area and Severity Index (EASI 75) und ein validierter Investigator's Global Assessment für atopische Dermatitis (vIGA-AD) Score von 0 oder 1. Die Studien zeigten, dass Upadacitinib im Vergleich zu Placebo eine signifikante Verbesserung der atopischen Dermatitis bewirkte.
Einschränkungen: Die Studien dauerten 16 Wochen, sodass Langzeitsicherheit und -wirksamkeit nicht beurteilt werden können. Die Population umfasst Jugendliche und Erwachsene mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis, sodass die Ergebnisse nicht auf mildere Formen oder andere Patientengruppen übertragbar sind. Details zu Nebenwirkungen und Sicherheitsprofil sind im Abstract nicht umfassend dargestellt.

Einordnung der wissenschaftlichen Evidenz

Die wissenschaftliche Evidenz zu Kreatin ist im Bereich der körperlichen Leistungsfähigkeit gut etabliert. Zahlreiche randomisierte kontrollierte Studien und Meta-Analysen zeigen konsistente Effekte, insbesondere bei kurzzeitigen, intensiven Belastungen.

Für kognitive und neurologische Fragestellungen ist die Datenlage weniger einheitlich. Einige Studien deuten auf mögliche Zusammenhänge hin, jedoch variieren die Ergebnisse je nach Population und Studiendesign.

Untersucht wurden unterschiedliche Gruppen, darunter sportlich aktive Personen, ältere Erwachsene und spezifische Ernährungsgruppen. Zu den häufig betrachteten Outcomes gehören Muskelkraft, Leistungsparameter, kognitive Funktionen und metabolische Marker.

Key Takeaways

  • Kreatin ist einer der am besten untersuchten Stoffe im Bereich körperlicher Leistungsfähigkeit.
  • Die Hauptwirkung liegt in der Unterstützung des zellulären Energiestoffwechsels.
  • Für kognitive Effekte ist die Studienlage gemischt.
  • Die Forschung deckt Sport, Alterung und Stoffwechselprozesse ab.

FAQ

Was ist Kreatin?

Kreatin ist eine körpereigene Verbindung, die eine zentrale Rolle in der Energieversorgung der Zellen spielt.

Welche Funktion hat Kreatin im Körper?

Es unterstützt die schnelle Bereitstellung von ATP, insbesondere bei intensiver Belastung.

Wird Kreatin wissenschaftlich untersucht?

Ja, Kreatin ist umfassend erforscht, vor allem im Bereich Sport und Energiestoffwechsel.

In welchen Bereichen wird Kreatin erforscht?

Die Forschung umfasst Muskelkraft, kognitive Funktionen, Alterungsprozesse und metabolische Gesundheit.

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