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Kreatin – Wirkung, Funktionen & Studienlage im Überblick

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Einleitung

Kreatin ist eine körpereigene stickstoffhaltige Verbindung, die hauptsächlich in der Muskulatur gespeichert wird und eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel spielt. Es wird aus den Aminosäuren Arginin, Glycin und Methionin gebildet und kann zusätzlich über die Nahrung, insbesondere aus Fleisch und Fisch, aufgenommen werden.

Im menschlichen Körper dient Kreatin vor allem als schneller Energielieferant bei kurzfristigen, intensiven Belastungen. Es wird in Form von Kreatinphosphat gespeichert und unterstützt die Regeneration von Adenosintriphosphat (ATP), der primären Energiequelle der Zellen. Diese Funktion macht Kreatin besonders relevant für Muskelzellen, aber auch für andere Gewebe mit hohem Energiebedarf, wie das Gehirn.

Aufgrund dieser zentralen Rolle im Energiestoffwechsel ist Kreatin seit Jahrzehnten Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Forschung. Studien untersuchen unter anderem seine Effekte auf körperliche Leistungsfähigkeit, Muskelstoffwechsel sowie mögliche Einflüsse auf kognitive Funktionen und altersbedingte Prozesse.

Inhaltsverzeichnis

Wirkmechanismus und Funktionen

  • ATP-Regeneration: Kreatinphosphat dient als schnelle Reserve zur Wiederherstellung von ATP bei kurzfristiger Belastung.
  • Energiestoffwechsel: Unterstützt die Energieverfügbarkeit in Muskel- und Nervenzellen.
  • Zellvolumenregulation: Kann zur intrazellulären Wasserbindung beitragen und so Zellfunktionen beeinflussen.
  • Muskelfunktion: Spielt eine Rolle bei der Kontraktionsfähigkeit und Leistungsfähigkeit der Muskulatur.
  • Neurologische Prozesse: Kreatin ist auch im Gehirn aktiv und wird in Studien im Zusammenhang mit kognitiven Funktionen untersucht.
  • Interaktion mit anderen Nährstoffen: Die Synthese von Kreatin ist abhängig von Aminosäuren sowie Mikronährstoffen wie Vitamin B12 und Folsäure, die am Methylierungsstoffwechsel beteiligt sind.

Studienlage und Forschung

Die wissenschaftliche Untersuchung von Kreatin umfasst verschiedene Studiendesigns, die unterschiedliche Aspekte seiner Wirkung beleuchten.

  • Randomisierte kontrollierte Studien (RCTs): Untersuchen Effekte von Kreatin auf Muskelkraft, Leistungsfähigkeit und Regeneration.
  • Beobachtungsstudien: Analysieren Zusammenhänge zwischen Kreatinstatus und gesundheitlichen Parametern.
  • Systematische Reviews: Fassen Ergebnisse mehrerer Studien zusammen, insbesondere im Bereich Sport und Muskelstoffwechsel.
  • Meta-Analysen: Bewerten die Gesamtevidenz zu spezifischen Fragestellungen, z. B. Leistungssteigerung oder kognitive Effekte.

Zentrale Forschungsbereiche sind:

  • Muskelstoffwechsel und Leistungsfähigkeit: Einer der am besten untersuchten Bereiche, insbesondere bei kurzzeitigen, intensiver Belastung.
  • Neurologische Funktionen: Studien untersuchen mögliche Effekte auf Gedächtnis, mentale Ermüdung und neurodegenerative Prozesse.
  • Alterungsprozesse: Forschung zur Rolle von Kreatin bei Muskelabbau (Sarkopenie) und funktioneller Leistungsfähigkeit im Alter.
  • Stoffwechselgesundheit: Untersuchungen zu möglichen Effekten auf Glukosestoffwechsel und Zellenergie.

In einigen Studien wird Kreatin auch im Zusammenspiel mit Magnesium oder Omega-3-Fettsäuren untersucht, da diese ebenfalls zentrale Rollen im Energiestoffwechsel spielen.

Im folgenden Abschnitt werden aktuelle Studien aus der medizinischen Datenbank PubMed dargestellt.

Kreatin Studien

Kreatin – Evidenz nach Bereich

Muskelkraft & Leistung

2016/06/12 – 2026/06/12
Die Zusammenfassungen basieren auf Abstracts bzw. (falls nicht vorhanden) Titel/Metadaten. Auf der Seite selbst wird kein Abstract-Text angezeigt. Keine medizinische Beratung.
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 37432300Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 98/100
Nutrients · 2023 Apr 28
Burke R, Piñero A, Coleman M, Mohan A, Sapuppo M, Augustin F et al.
Evidenz-Score: 98/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse untersuchte randomisierte kontrollierte Studien, die die kombinierten Effekte von Kreatin-Supplementierung und Widerstandstraining (RT) auf regionale Muskelhypertrophie bei gesunden Erwachsenen analysierten. Einschlusskriterien waren eine Studiendauer von mindestens 6 Wochen und direkte bildgebende Messungen der Muskelhypertrophie (MRT, CT, Ultraschall). Insgesamt wurden 44 Ergebnisse aus 10 Studien ausgewertet. Die univariate Analyse ergab einen sehr kleinen, aber zugunsten der Kreatin-Supplementierung sprechenden Effekt (mittlere Effektgröße 0,11; 95% CrI: -0,02 bis 0,25). Multivariate Analysen bestätigten kleine Vorteile bei der Zunahme der Muskelstärke im Ober- und Unterkörper (0,10-0,16 cm). Jüngere Erwachsene profitierten geringfügig mehr als ältere. Insgesamt deuten die Ergebnisse auf einen minimalen positiven Effekt von Kreatin in Kombination mit RT auf die Muskelhypertrophie hin.
Einschränkungen: Die Effekte sind sehr klein und die 95% Credible Intervals schließen teilweise auch Null-Effekte ein, was auf Unsicherheiten hinweist. Die Studienpopulation beschränkte sich auf gesunde Erwachsene, und die Dauer der Interventionen betrug mindestens 6 Wochen. Die Heterogenität der Studien und mögliche Einflussfaktoren wurden nur teilweise adressiert.
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 39519498Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 98/100
Nutrients · 2024 Oct 28
Wang Z, Qiu B, Li R, Han Y, Petersen C, Liu S et al.
Evidenz-Score: 98/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse untersuchte den Einfluss von Kreatin-Supplementierung kombiniert mit Krafttraining auf Muskelkraft bei Erwachsenen unter 50 Jahren. Es wurden 23 Studien mit insgesamt 509 Teilnehmern (überwiegend Männer) analysiert. Die Ergebnisse zeigten, dass Kreatin in Kombination mit Krafttraining im Vergleich zu Placebo die Kraft im Ober- und Unterkörper signifikant erhöhte. Subgruppenanalysen deuteten darauf hin, dass Männer stärkere Kraftzuwächse erzielten als Frauen, wobei bei Frauen keine signifikanten Verbesserungen festgestellt wurden. Die Studie berücksichtigte zudem Einflussfaktoren wie Alter und Trainingsdauer.
Einschränkungen: Die meisten eingeschlossenen Studien umfassten männliche Teilnehmer, wodurch die Aussagekraft für Frauen eingeschränkt ist. Zudem zeigen die Ergebnisse bei Frauen keine signifikanten Kraftzuwächse, was auf eine mögliche Geschlechterdifferenz hinweist. Weitere Faktoren wie Trainingsdauer und andere Variablen wurden zwar berücksichtigt, jedoch könnten Residualkonfounder bestehen. Die Analyse basiert auf veröffentlichten Studien bis Mai 2024.
Evidenz: Mittel (RCT)PMID: 32599716Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 83/100
Nutrients · 2020 Jun 24
Mills S, Candow DG, Forbes SC, Neary JP, Ormsbee MJ, Antonio J
Evidenz-Score: 83/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
In einer randomisierten Studie mit 22 körperlich aktiven jungen Erwachsenen (Durchschnittsalter ca. 26 Jahre) wurde über sechs Wochen untersucht, ob Kreatin-Supplementierung während Widerstandstrainings die Muskelmasse und Trainingsleistung verbessert. Die Teilnehmer erhielten entweder Kreatin oder ein Placebo unmittelbar nach den Trainingseinheiten (fünf Tage pro Woche, 18 Sätze pro Einheit). Vor und nach der Intervention wurden Muskelstärke (Bein- und Brustpressen 1-RM), Muskelendurance (Wiederholungen bis Ermüdung bei 50% 1-RM), Muskelstärke (Vertikalsprung, Medizinballwurf) und Muskelstärke (Muskelquerschnitt) gemessen. Die Kreatin-Gruppe zeigte signifikante Verbesserungen in der Muskelkraft (Bein- und Brustpressen) und der muskulären Ausdauer (Beinpresse), während die Placebo-Gruppe keine signifikanten Veränderungen aufwies. Beide Gruppen verbesserten die Gesamtausdauer, wobei die Kreatin-Gruppe größere Zuwächse erzielte. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Kreatin während des Widerstandstrainings die Muskelkraft und teilweise die Muskelendurance bei jungen, aktiven Erwachsenen verbessert.
Einschränkungen: Die Studie umfasst eine kleine Stichprobe (n=22) und eine relativ kurze Interventionsdauer (6 Wochen). Die Dosierung von Kreatin war spezifisch und auf das Training nach der Einheit beschränkt, was die Übertragbarkeit auf andere Dosierungsstrategien einschränkt. Es wurden keine direkten Messungen der Muskelmasse berichtet, sondern Muskelstärke und Muskelendurance als Indikatoren verwendet.

Kognition & Gehirn

2016/06/12 – 2026/06/12
Die Zusammenfassungen basieren auf Abstracts bzw. (falls nicht vorhanden) Titel/Metadaten. Auf der Seite selbst wird kein Abstract-Text angezeigt. Keine medizinische Beratung.
Keine Treffer nach Filterung. Tipp: stance="all" oder min_evidence="any" testen.

Alter & Muskelerhalt

2016/06/12 – 2026/06/12
Die Zusammenfassungen basieren auf Abstracts bzw. (falls nicht vorhanden) Titel/Metadaten. Auf der Seite selbst wird kein Abstract-Text angezeigt. Keine medizinische Beratung.
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 35984306Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 98/100
Nutr Rev · 2023 Mar 10
Prokopidis K, Giannos P, Triantafyllidis KK, Kechagias KS, Forbes SC, Candow DG
Evidenz-Score: 98/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse untersuchte den Einfluss von Kreatin-Supplementierung auf das Gedächtnis bei gesunden Menschen. Es wurden 10 randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) eingeschlossen, von denen 8 in die Metaanalyse einflossen. Die Kreatin-Supplementierung verbesserte insgesamt die Gedächtnisleistung im Vergleich zu Placebo (Standardisierte Mittelwertdifferenz [SMD] = 0,29; 95%-Konfidenzintervall [KI] 0,04-0,53; P = 0,02). Subgruppenanalysen zeigten eine signifikante Verbesserung des Gedächtnisses bei älteren Erwachsenen (66-76 Jahre) (SMD = 0,88; 95%-KI 0,22-1,55; P = 0,009), während jüngere Teilnehmer (11-31 Jahre) keine relevante Verbesserung zeigten (SMD = 0,03; 95%-KI -0,14 bis 0,20; P = 0,72). Dosis, Dauer der Intervention, Geschlecht oder geografische Herkunft hatten keinen signifikanten Einfluss auf die Ergebnisse.
Einschränkungen: Die Heterogenität der Studien war moderat bis hoch (I2 bis 83%), was die Vergleichbarkeit der Ergebnisse einschränkt. Die Anzahl der eingeschlossenen Studien ist relativ gering, insbesondere in den Subgruppen. Zudem sind die Interventionen hinsichtlich Dosis und Dauer unterschiedlich, was die Generalisierbarkeit der Ergebnisse limitiert.
Filter: Evidenz: alle + alle Signale · KI: Abstract/Titel
Abstract & KI
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 33572884Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 98/100
Nutrients · 2021 Jan 29
Kreider RB, Stout JR
Evidenz-Score: 98/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese systematische Übersichtsarbeit bewertet die wissenschaftlichen und medizinischen Belege zur Rolle von Kreatin bei der Förderung der allgemeinen Gesundheit im Alter sowie dessen Einsatz als ernährungsbezogene Strategie zur Unterstützung der Erholung nach Verletzungen und zur Behandlung chronischer Krankheiten. Kreatin spielt eine wichtige Rolle im Zellstoffwechsel, insbesondere unter metabolischem Stress, und eine erhöhte Verfügbarkeit kann die Zellfunktion verbessern und die Schwere von Verletzungen oder Krankheiten mindern, insbesondere bei eingeschränkter Sauerstoffversorgung. Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass Kreatinsupplementierung über die Lebensspanne hinweg mehrere gesundheitliche und therapeutische Vorteile bietet.
Einschränkungen: Die Übersichtsarbeit fasst vorhandene Studien zusammen, ohne spezifische Studiendesigns, Populationen oder Endpunkte detailliert zu beschreiben. Die Qualität und Heterogenität der eingeschlossenen Studien sowie mögliche Publikationsbias werden im Abstract nicht erläutert.
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 37432300Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 98/100
Nutrients · 2023 Apr 28
Burke R, Piñero A, Coleman M, Mohan A, Sapuppo M, Augustin F et al.
Evidenz-Score: 98/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse untersuchte randomisierte kontrollierte Studien, die die kombinierten Effekte von Kreatin-Supplementierung und Widerstandstraining (RT) auf regionale Muskelhypertrophie bei gesunden Erwachsenen analysierten. Einschlusskriterien waren eine Studiendauer von mindestens 6 Wochen und direkte bildgebende Messungen der Muskelhypertrophie (MRT, CT, Ultraschall). Insgesamt wurden 44 Ergebnisse aus 10 Studien ausgewertet. Die univariate Analyse ergab einen sehr kleinen, aber zugunsten der Kreatin-Supplementierung sprechenden Effekt (mittlere Effektgröße 0,11; 95% CrI: -0,02 bis 0,25). Multivariate Analysen bestätigten kleine Vorteile bei der Zunahme der Muskelstärke im Ober- und Unterkörper (0,10-0,16 cm). Jüngere Erwachsene profitierten geringfügig mehr als ältere. Insgesamt deuten die Ergebnisse auf einen minimalen positiven Effekt von Kreatin in Kombination mit RT auf die Muskelhypertrophie hin.
Einschränkungen: Die Effekte sind sehr klein und die 95% Credible Intervals schließen teilweise auch Null-Effekte ein, was auf Unsicherheiten hinweist. Die Studienpopulation beschränkte sich auf gesunde Erwachsene, und die Dauer der Interventionen betrug mindestens 6 Wochen. Die Heterogenität der Studien und mögliche Einflussfaktoren wurden nur teilweise adressiert.

Stoffwechsel

2016/06/12 – 2026/06/12
Die Zusammenfassungen basieren auf Abstracts bzw. (falls nicht vorhanden) Titel/Metadaten. Auf der Seite selbst wird kein Abstract-Text angezeigt. Keine medizinische Beratung.
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 31375416Signal: neutralKonf.: 0,85Score: 76/100
J Ren Nutr · 2019 Nov
de Souza E Silva A, Pertille A, Reis Barbosa CG, Aparecida de Oliveira Silva J, de Jesus DV, Ribeiro AGSV et al.
Evidenz-Score: 76/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse untersuchte die Auswirkungen von Kreatin-Supplementierung auf die Nierenfunktion. Nach Durchsicht von 290 Studien wurden 15 qualitativ und 6 quantitativ analysiert. Die Metaanalyse zeigte, dass Kreatin-Supplementierung die Serumkreatinin- und Plasmaurea-Werte nicht signifikant veränderte. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Kreatin in den untersuchten Dosierungen und Zeiträumen keine Nierenschädigung verursacht.
Einschränkungen: Die Analyse basiert auf einer begrenzten Anzahl von Studien (6 in der Metaanalyse), die unterschiedliche Dosierungen und Studiendesigns aufweisen können. Langzeitwirkungen und Effekte bei speziellen Patientengruppen wurden möglicherweise nicht ausreichend untersucht.
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 35984306Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 98/100
Nutr Rev · 2023 Mar 10
Prokopidis K, Giannos P, Triantafyllidis KK, Kechagias KS, Forbes SC, Candow DG
Evidenz-Score: 98/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse untersuchte den Einfluss von Kreatin-Supplementierung auf das Gedächtnis bei gesunden Menschen. Es wurden 10 randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) eingeschlossen, von denen 8 in die Metaanalyse einflossen. Die Kreatin-Supplementierung verbesserte insgesamt die Gedächtnisleistung im Vergleich zu Placebo (Standardisierte Mittelwertdifferenz [SMD] = 0,29; 95%-Konfidenzintervall [KI] 0,04-0,53; P = 0,02). Subgruppenanalysen zeigten eine signifikante Verbesserung des Gedächtnisses bei älteren Erwachsenen (66-76 Jahre) (SMD = 0,88; 95%-KI 0,22-1,55; P = 0,009), während jüngere Teilnehmer (11-31 Jahre) keine relevante Verbesserung zeigten (SMD = 0,03; 95%-KI -0,14 bis 0,20; P = 0,72). Dosis, Dauer der Intervention, Geschlecht oder geografische Herkunft hatten keinen signifikanten Einfluss auf die Ergebnisse.
Einschränkungen: Die Heterogenität der Studien war moderat bis hoch (I2 bis 83%), was die Vergleichbarkeit der Ergebnisse einschränkt. Die Anzahl der eingeschlossenen Studien ist relativ gering, insbesondere in den Subgruppen. Zudem sind die Interventionen hinsichtlich Dosis und Dauer unterschiedlich, was die Generalisierbarkeit der Ergebnisse limitiert.
Filter: Evidenz: alle + alle Signale · KI: Abstract/Titel
Abstract & KI
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 33572884Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 98/100
Nutrients · 2021 Jan 29
Kreider RB, Stout JR
Evidenz-Score: 98/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese systematische Übersichtsarbeit bewertet die wissenschaftlichen und medizinischen Belege zur Rolle von Kreatin bei der Förderung der allgemeinen Gesundheit im Alter sowie dessen Einsatz als ernährungsbezogene Strategie zur Unterstützung der Erholung nach Verletzungen und zur Behandlung chronischer Krankheiten. Kreatin spielt eine wichtige Rolle im Zellstoffwechsel, insbesondere unter metabolischem Stress, und eine erhöhte Verfügbarkeit kann die Zellfunktion verbessern und die Schwere von Verletzungen oder Krankheiten mindern, insbesondere bei eingeschränkter Sauerstoffversorgung. Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass Kreatinsupplementierung über die Lebensspanne hinweg mehrere gesundheitliche und therapeutische Vorteile bietet.
Einschränkungen: Die Übersichtsarbeit fasst vorhandene Studien zusammen, ohne spezifische Studiendesigns, Populationen oder Endpunkte detailliert zu beschreiben. Die Qualität und Heterogenität der eingeschlossenen Studien sowie mögliche Publikationsbias werden im Abstract nicht erläutert.

Entzündung & Zellschutz

2016/06/12 – 2026/06/12
Die Zusammenfassungen basieren auf Abstracts bzw. (falls nicht vorhanden) Titel/Metadaten. Auf der Seite selbst wird kein Abstract-Text angezeigt. Keine medizinische Beratung.
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 38703861Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 98/100
Neurobiol Dis · 2024 Jul
Frye RE, Rincon N, McCarty PJ, Brister D, Scheck AC, Rossignol DA
Evidenz-Score: 98/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse untersuchte 204 Studien, die Biomarker mitochondrialer Dysfunktion bei Personen mit Autismus-Spektrum-Störung (ASD) bewerteten. Es wurden signifikante Erhöhungen der Prävalenz von Lactat, Pyruvat, Alanin und Kreatinkinase bei ASD festgestellt. Zudem zeigten Personen mit ASD signifikante Unterschiede gegenüber Kontrollen in mittleren Werten von Pyruvat, Lactat-Pyruvat-Verhältnis, ATP und Kreatinkinase mit moderaten bis großen Effektstärken. Einige Studien berichteten über abnormale Metabolite des TCA-Zyklus. Kontrollierte Studien fanden mitochondriale DNA-Variationen und Deletionen bei ASD in verschiedenen Zelltypen. Metaanalysen zeigten signifikante Unterschiede in der mtDNA-Kopienzahl und in spezifischen Genen (ND1, ND4, CytB). Einige Studien verknüpften bestimmte mtDNA-Haplogruppen mit ASD. Eine Subgruppe von ASD zeigte erhöhte mitochondriale Atmung, verbunden mit erhöhter Sensitivität gegenüber physiologischen Stressoren und neurodevelopmentalem Rückgang.
Einschränkungen: Die Analyse basiert auf einer Vielzahl heterogener Studien mit unterschiedlichen Biomarkern und Methoden, was die Vergleichbarkeit einschränken kann. Die Kausalität zwischen mitochondrialer Dysfunktion und ASD bleibt unklar. Zudem ist unklar, ob die gefundenen Biomarker spezifisch für ASD sind oder auch bei anderen Erkrankungen auftreten.
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 38999792Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,75Score: 96/100
Nutrients · 2024 Jun 27
Fernández-Lázaro D, Arribalzaga S, Gutiérrez-Abejón E, Azarbayjani MA, Mielgo-Ayuso J, Roche E
Evidenz-Score: 96/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese systematische Übersichtsarbeit analysiert 13 randomisierte kontrollierte Studien, die den Einfluss von Omega-3-Supplementierung auf post-exerzierte Entzündungsmarker, Muskelschäden, oxidativen Stress und sportliche Leistung bei körperlich gesunden Erwachsenen untersuchten. Die Studiendauer variierte von einem Tag bis zu 26 Wochen, und die Dosierungen waren heterogen. Die Ergebnisse zeigten, dass Kreatinkinase (CK) und Laktatdehydrogenase (LDH) signifikant höher in der Kontrollgruppe waren, was auf eine mögliche Reduktion von Muskelschäden durch Omega-3 hinweist. Die Evidenz bleibt jedoch aufgrund der Heterogenität der Studien und der unterschiedlichen Dosierungen begrenzt.
Einschränkungen: Die Studien weisen eine große Heterogenität hinsichtlich Dauer, Dosierung und gemessener Endpunkte auf, was die Vergleichbarkeit einschränkt. Zudem sind nur 13 Studien eingeschlossen, was die Aussagekraft limitiert. Die Ergebnisse basieren auf unterschiedlichen Biomarkern und sportlichen Leistungen, was eine eindeutige Schlussfolgerung erschwert.
Evidenz: Mittel (RCT)PMID: 34023008Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,90Score: 84/100
Lancet · 2021 Jun 5
Guttman-Yassky E, Teixeira HD, Simpson EL, Papp KA, Pangan AL, Blauvelt A et al.
Evidenz-Score: 84/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Die Studien Measure Up 1 und Measure Up 2 sind zwei multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-3-Studien, die die Wirksamkeit und Sicherheit von Upadacitinib, einem oralen Januskinase-1-Inhibitor, bei Jugendlichen (12-17 Jahre) und Erwachsenen (18-75 Jahre) mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis untersuchten. Die Patienten wurden in drei Gruppen randomisiert: Upadacitinib 15 mg, Upadacitinib 30 mg oder Placebo, jeweils einmal täglich über 16 Wochen. Die Hauptergebnisse waren der Anteil der Patienten mit mindestens 75% Verbesserung des Eczema Area and Severity Index (EASI 75) und ein validierter Investigator's Global Assessment Score (vIGA-AD) von 0 oder 1. Die Studien zeigten, dass Upadacitinib signifikant wirksamer war als Placebo in der Verbesserung der atopischen Dermatitis bei dieser Patientengruppe.
Einschränkungen: Die Studien dauerten 16 Wochen, was eine relativ kurze Beobachtungszeit für eine chronische Erkrankung darstellt. Langzeitdaten zur Sicherheit und Wirksamkeit fehlen. Zudem sind die Ergebnisse auf Patienten mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis beschränkt, sodass die Übertragbarkeit auf mildere Formen unklar ist.

Einordnung der wissenschaftlichen Evidenz

Die wissenschaftliche Evidenz zu Kreatin ist im Bereich der körperlichen Leistungsfähigkeit gut etabliert. Zahlreiche randomisierte kontrollierte Studien und Meta-Analysen zeigen konsistente Effekte, insbesondere bei kurzzeitigen, intensiven Belastungen.

Für kognitive und neurologische Fragestellungen ist die Datenlage weniger einheitlich. Einige Studien deuten auf mögliche Zusammenhänge hin, jedoch variieren die Ergebnisse je nach Population und Studiendesign.

Untersucht wurden unterschiedliche Gruppen, darunter sportlich aktive Personen, ältere Erwachsene und spezifische Ernährungsgruppen. Zu den häufig betrachteten Outcomes gehören Muskelkraft, Leistungsparameter, kognitive Funktionen und metabolische Marker.

Key Takeaways

  • Kreatin ist einer der am besten untersuchten Stoffe im Bereich körperlicher Leistungsfähigkeit.
  • Die Hauptwirkung liegt in der Unterstützung des zellulären Energiestoffwechsels.
  • Für kognitive Effekte ist die Studienlage gemischt.
  • Die Forschung deckt Sport, Alterung und Stoffwechselprozesse ab.

FAQ

Was ist Kreatin?

Kreatin ist eine körpereigene Verbindung, die eine zentrale Rolle in der Energieversorgung der Zellen spielt.

Welche Funktion hat Kreatin im Körper?

Es unterstützt die schnelle Bereitstellung von ATP, insbesondere bei intensiver Belastung.

Wird Kreatin wissenschaftlich untersucht?

Ja, Kreatin ist umfassend erforscht, vor allem im Bereich Sport und Energiestoffwechsel.

In welchen Bereichen wird Kreatin erforscht?

Die Forschung umfasst Muskelkraft, kognitive Funktionen, Alterungsprozesse und metabolische Gesundheit.

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