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Nattokinase – Wirkung, Funktionen & Studienlage

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Einleitung

Nattokinase ist ein Enzym, das aus fermentierten Sojabohnen gewonnen wird, genauer gesagt aus dem traditionellen japanischen Lebensmittel Natto. Es gehört zu den sogenannten proteolytischen Enzymen, die Eiweiße im Körper abbauen können.

Dieses Enzym hat in den letzten Jahren zunehmende wissenschaftliche Aufmerksamkeit erhalten, insbesondere aufgrund seiner möglichen Rolle im Zusammenhang mit der Blutgerinnung und der Herz-Kreislauf-Gesundheit. Nattokinase wird untersucht, weil es in vitro und in Tiermodellen die Fähigkeit gezeigt hat, Fibrin abzubauen – ein Protein, das eine zentrale Rolle bei der Blutgerinnung spielt.

Neben seiner potenziellen Wirkung auf die Durchblutung wird Nattokinase auch im Kontext von Entzündungsprozessen und Gefäßgesundheit erforscht. Da Herz-Kreislauf-Erkrankungen weltweit zu den häufigsten Gesundheitsproblemen zählen, besteht großes Interesse daran, natürliche Substanzen mit möglichen unterstützenden Eigenschaften wissenschaftlich zu untersuchen.

Die Forschung konzentriert sich dabei vor allem auf die Frage, inwieweit Nattokinase physiologische Prozesse beeinflussen kann und welche Bedeutung dies für verschiedene Aspekte der menschlichen Gesundheit haben könnte.

Inhaltsverzeichnis

Wirkmechanismus und Funktionen

  • Fibrinabbau: Nattokinase kann das Protein Fibrin direkt abbauen, das eine zentrale Rolle bei der Bildung von Blutgerinnseln spielt.
  • Aktivierung körpereigener Enzyme: Es kann indirekt die Aktivität von körpereigenen fibrinolytischen Enzymen wie Plasmin fördern.
  • Einfluss auf die Blutviskosität: Studien untersuchen, ob Nattokinase die Fließeigenschaften des Blutes beeinflussen kann.
  • Gefäßfunktion: Es gibt Hinweise darauf, dass das Enzym die Elastizität von Blutgefäßen beeinflussen könnte.
  • Interaktion mit Gerinnungsfaktoren: Nattokinase könnte bestimmte Faktoren der Blutgerinnung modulieren.

Studienlage und Forschung

Die wissenschaftliche Untersuchung von Nattokinase umfasst randomisierte kontrollierte Studien (RCTs), Beobachtungsstudien sowie systematische Reviews und Meta-Analysen. Diese untersuchen unter anderem Effekte auf Blutdruck, Gerinnungsparameter und Gefäßfunktion.

Typische Forschungsbereiche sind die Herz-Kreislauf-Gesundheit, Blutdruckregulation, Fibrinolyse sowie die Endothelfunktion. Einige Studien zeigen mögliche Zusammenhänge mit Verbesserungen von Blutfluss und Gerinnungsmarkern, wobei die Datenlage heterogen ist.

Im Kontext der Gefäßgesundheit wird Nattokinase häufig zusammen mit anderen Substanzen wie Omega-3-Fettsäuren oder Magnesium betrachtet, die ebenfalls intensiv erforscht werden.

Im folgenden Abschnitt werden aktuelle Studien aus der medizinischen Datenbank PubMed dargestellt.

Nattokinase Studien

Nattokinase – Evidenz nach Bereich

Fibrinolyse

2016/08/06 – 2026/08/06
Die Zusammenfassungen basieren auf Abstracts bzw. (falls nicht vorhanden) Titel/Metadaten. Auf der Seite selbst wird kein Abstract-Text angezeigt. Keine medizinische Beratung.
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 40897233Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 98/100
J Dent · 2025 Nov
Valente NA, Pileri C, Floris L, Carrus N, Natto ZS, Clementini M
Evidenz-Score: 98/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse untersuchte, ob die Kombination von Knochenersatzmaterialien mit biologischen Agenzien bessere klinische Ergebnisse bei der regenerativen Behandlung von parodontalen intrabony Defekten erzielt als biologische Agenzien allein. Eingeschlossen wurden 21 randomisierte kontrollierte Studien mit mindestens 6 Monaten Nachbeobachtung, die biologischen Agenzien (z.B. Schmelzmatrixderivat, plättchenreiches Fibrin, rekombinante Wachstumsfaktoren) allein mit deren Kombination mit Knochenersatzmaterialien verglichen. Primäre Endpunkte waren die Reduktion der Sondierungstiefe, der Gewinn an klinischem Attachment und der radiographische Knochengewinn. Die Kombinationstherapie zeigte eine signifikant größere Reduktion der Sondierungstiefe (mittlere Differenz 0,38 mm) und einen größeren radiographischen Knochengewinn (0,81 mm). Der Gewinn am klinischen Attachment war zugunsten der Kombination, jedoch nicht signifikant. Gingivarezession war in der Transplantatgruppe leicht geringer, Blutung und Plaqueindex blieben unverändert. Subgruppenanalysen deuteten darauf hin, dass plättchenreiches Fibrin und Wachstumsfaktoren stärker von der Kombination mit Transplantaten profitieren, während Schmelzmatrixderivate vergleichbare Ergebnisse mit oder ohne Transplantate erzielten.
Einschränkungen: Die Analyse basiert auf 21 RCTs mit heterogenen biologischen Agenzien und Transplantatmaterialien. Die Nachbeobachtungszeit betrug mindestens 6 Monate, Langzeitergebnisse sind unklar. Die klinische Relevanz der kleinen Unterschiede ist zu bewerten. Subgruppenanalysen sind explorativ und sollten mit Vorsicht interpretiert werden.
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 39736391Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 98/100
J Dent · 2025 Feb
Arora M, McAulay N, Farag A, Natto ZS, Lu J, Albuquerque R et al.
Evidenz-Score: 98/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse untersuchte die klinische Wirksamkeit von Platelet Rich Fibrin (PRF) bei alveolärer Kammrekonstruktion (ARR) oder geführter Knochenregeneration (GBR). Es wurden 7 Studien (6 randomisierte kontrollierte Studien und 1 Kohortenstudie) aus einer initialen Suche von 74 Studien eingeschlossen. Die Metaanalyse zeigte, dass die Anwendung von PRF zu einer Zunahme der horizontalen Kammweite und einer Verringerung der Resorptionsrate führte. Das postoperative Unbehagen war gleich oder leicht verbessert. Die Studienqualität war überwiegend niedrig bis moderat, mit nur einer RCT von geringem Bias-Risiko und einer hochwertigen Kohortenstudie.
Einschränkungen: Die Qualität der eingeschlossenen Studien war überwiegend niedrig bis moderat, was die Aussagekraft der Ergebnisse einschränkt. Zudem ist die Anzahl der Studien gering (7), was die Generalisierbarkeit limitiert. Die Effekte auf postoperative Beschwerden sind nur geringfügig verbessert und sollten mit Vorsicht interpretiert werden.
Filter: Evidenz: alle + alle Signale · KI: Abstract/Titel
Abstract & KI
Evidenz: Mittel (RCT)PMID: 33843667Signal: negativKonf.: 0,90Score: 54/100
Clin Hemorheol Microcirc · 2021
Hodis HN, Mack WJ, Meiselman HJ, Kalra V, Liebman H, Hwang-Levine J et al.
Evidenz-Score: 54/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
In einer doppelblinden, randomisierten kontrollierten Studie wurden 265 Personen ohne klinische kardiovaskuläre Erkrankung (mittleres Alter 65,3 Jahre) über median 3 Jahre mit oraler Nattokinase (2.000 fibrinolytische Einheiten) oder Placebo behandelt. Primärer Endpunkt war die Veränderungsrate der subklinischen Atherosklerose, gemessen mittels serieller Ultraschalluntersuchungen der Karotisarterie (Intima-Media-Dicke und arterielle Steifigkeit) alle 6 Monate. Sekundäre Endpunkte umfassten Blutdruck, metabolische Parameter, Blutviskosität, Gerinnungs- und Fibrinolysefaktoren sowie Entzündungs- und Aktivierungsmarker. Die Ergebnisse zeigten keine signifikanten Unterschiede zwischen Nattokinase und Placebo hinsichtlich der Progression der Atherosklerose, Blutdruck oder Laborparametern.
Einschränkungen: Die Studie umfasst Personen ohne klinische kardiovaskuläre Erkrankung, daher sind die Ergebnisse möglicherweise nicht auf Patienten mit bestehender Erkrankung übertragbar. Die Dosierung und Dauer der Nattokinase-Gabe sind spezifisch und andere Dosierungen oder Kombinationen wurden nicht untersucht.

Blutdruck

2016/08/06 – 2026/08/06
Die Zusammenfassungen basieren auf Abstracts bzw. (falls nicht vorhanden) Titel/Metadaten. Auf der Seite selbst wird kein Abstract-Text angezeigt. Keine medizinische Beratung.
Evidenz: Mittel (RCT)PMID: 41759604Signal: positiv (sig.)Konf.: 0,85Score: 83/100
J Ren Nutr · 2026 Jul
Aycart DF, Acevedo S, Ilkun O, Jazayeri F, Andrade-Laborde JE, Andrade JM
Evidenz-Score: 83/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
In einer doppelblinden randomisierten Crossover-Studie mit 15 Erwachsenen unter chronischer Hämodialyse wurde untersucht, wie sich die Einnahme von Molken- bzw. Sojaproteinergänzungen unmittelbar nach der Dialyse über jeweils 4 Wochen auf Entzündungsmarker auswirkt. Die Teilnehmer erhielten nach Zufallsprinzip entweder Molkenprotein oder Sojaproteinisolat, gefolgt von einer 4-wöchigen Auswaschphase und anschließend der jeweils anderen Supplementierung. Die Entzündungsmarker (hoch-sensitives C-reaktives Protein) waren während der Molkenproteinphase signifikant niedriger als während der Sojaproteinphase. Serumalbuminwerte zeigten einen Sequenzeffekt, wobei eine Einnahme von Soja gefolgt von Molke zu einem Anstieg führte. Die Ergebnisse deuten auf unterschiedliche kurzfristige Effekte der beiden Proteinarten auf Entzündungsparameter hin.
Einschränkungen: Die Studie umfasst eine kleine Stichprobengröße (n=15), was die Generalisierbarkeit einschränkt. Die Dauer der Interventionen war relativ kurz (jeweils 4 Wochen). Zudem wurde nur ein begrenztes Spektrum an Entzündungsmarkern untersucht. Die Sequenzeffekte bei Serumalbumin erschweren die Interpretation der Ergebnisse. Weitere Studien mit größeren Probandenzahlen und längerer Dauer sind notwendig.
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 42167272Signal: neutralKonf.: 0,85Score: 76/100
Lancet · 2026 May 23
GBD 2023 Mental Disorder Collaborators
Evidenz-Score: 76/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Die Studie analysiert Daten der Global Burden of Diseases Study 2023 zu 12 psychischen Störungen, darunter Angststörungen, Major Depression, bipolare Störung und Schizophrenie, über den Zeitraum 1990 bis 2023. Mittels Literaturrecherche und bayesianischer Meta-Regression wurden Prävalenz, Inzidenz und Krankheitslast (Jahre mit Behinderung) nach Geschlecht, Alter, Region und sozio-demographischem Index geschätzt. Todesfälle durch Anorexia nervosa wurden separat modelliert. Ziel war es, Trends in Prävalenz und Krankheitslast weltweit und regional zu erfassen.
Einschränkungen: Die Analyse basiert auf epidemiologischen Daten unterschiedlicher Qualität und Verfügbarkeit, die mittels statistischer Modelle zusammengeführt wurden. Die Schätzung der Krankheitslast hängt von den verwendeten Behinderungsgewichten ab, die subjektiv sein können. Zudem können regionale Unterschiede in Diagnostik und Berichterstattung die Ergebnisse beeinflussen.
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 41651068Signal: neutralKonf.: 0,75Score: 74/100
Adv Nutr · 2026 Mar
Wallerer S, Stadelmaier J, Petropoulou M, Kiesswetter E, Beck J, Sina E et al.
Evidenz-Score: 74/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese systematische Übersichtsarbeit und Netzwerk-Metaanalyse untersuchte den Einfluss verschiedener pflanzlicher Milchalternativen (Soja-, Reis-, Hafergetränke) im Vergleich untereinander und mit Kuhmilch auf kardiometabolische Endpunkte. Eingeschlossen wurden 14 randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 543 Teilnehmern und einer Mindestdauer von 3 Wochen. Die analysierten Endpunkte umfassten anthropometrische Messwerte, Blutfette, Nüchternglukose und Blutdruck. Die Ergebnisse zeigten insgesamt wenige Unterschiede zwischen den pflanzlichen Getränken und Kuhmilch. Ein möglicher Vorteil wurde für Sojadrink hinsichtlich einer Senkung des LDL-Cholesterins im Vergleich zu Kuhmilch gefunden, allerdings mit geringer Evidenzsicherheit. Für HDL-Cholesterin und weitere Parameter wurden keine signifikanten Effekte festgestellt.
Einschränkungen: Die Evidenz basiert auf einer relativ kleinen Anzahl von Studien mit insgesamt 543 Teilnehmern und einer kurzen Studiendauer von mindestens 3 Wochen. Die Sicherheit der Evidenz wurde als gering bis moderat eingeschätzt, was die Verallgemeinerbarkeit der Ergebnisse einschränkt. Zudem wurden nur wenige Unterschiede gefunden, was auf eine begrenzte Wirkung oder unzureichende Studienqualität hindeuten könnte.

Kardiovaskulär

2016/08/06 – 2026/08/06
Die Zusammenfassungen basieren auf Abstracts bzw. (falls nicht vorhanden) Titel/Metadaten. Auf der Seite selbst wird kein Abstract-Text angezeigt. Keine medizinische Beratung.
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 42167272Signal: neutralKonf.: 0,85Score: 76/100
Lancet · 2026 May 23
GBD 2023 Mental Disorder Collaborators
Evidenz-Score: 76/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Die Studie analysiert Daten der Global Burden of Diseases Study 2023 zu 12 psychischen Störungen, darunter Angststörungen, Major Depression, bipolare Störung und Schizophrenie, über den Zeitraum 1990 bis 2023. Mittels Literaturrecherche und bayesianischer Meta-Regression wurden Prävalenz, Inzidenz und Krankheitslast (Jahre mit Behinderung) nach Geschlecht, Alter, Region und sozio-demographischem Index geschätzt. Todesfälle durch Anorexia nervosa wurden separat modelliert. Ziel war es, Trends in Prävalenz und Krankheitslast weltweit und regional zu erfassen.
Einschränkungen: Die Analyse basiert auf epidemiologischen Daten unterschiedlicher Qualität und Verfügbarkeit, die mittels statistischer Modelle zusammengeführt wurden. Die Schätzung der Krankheitslast hängt von den verwendeten Behinderungsgewichten ab, die subjektiv sein können. Zudem können regionale Unterschiede in Diagnostik und Berichterstattung die Ergebnisse beeinflussen.
Evidenz: Hoch (Meta/SR)PMID: 42123925Signal: neutralKonf.: 0,85Score: 76/100
Nutrients · 2026 Apr 22
Peregoy JA, Chiavaroli L, Sievenpiper JL, Fleming SA
Evidenz-Score: 76/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Diese sekundäre und explorative Metaanalyse wertete 30 randomisierte kontrollierte Studien zu freiem und zugesetztem Zucker aus, die im Bericht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zum tolerierbaren oberen Aufnahmewert für Zucker detailliert beschrieben sind. Der Fokus lag auf dem Einfluss der Nahrungsquelle (Getränke, Lebensmittel oder gemischt) auf kardiometabolische und anthropometrische Gesundheitsparameter. Die Analyse verwendete die Methode der EFSA zur Bewertung der relativen Zuckeraufnahme (Differenz zwischen Behandlungs- und Kontrollgruppen, Δ%E) mit Anpassung an die Gesamtaufnahme aller Zuckerquellen und Energie. Die EFSA-Analyse "hoch vs. niedrig" wurde repliziert, und zusätzliche explorative Dosis-Wirkungs-Metaanalysen wurden nach Nahrungsquelle stratifiziert durchgeführt. Es gab keine Interaktionen zwischen Δ%E und Zuckerquelle für die untersuchten Endpunkte. Innerhalb einzelner Quellen fanden sich lineare positive und statistisch signifikante Zusammenhänge für Körpergewicht (gemischt), LDL-Cholesterin (Lebensmittel) und Harnsäure (Getränke). Über 13 Endpunkte zeigte Δ%E positive lineare Zusammenhänge mit Nüchternglukose, HDL- und LDL-Cholesterin sowie nicht-lineare Beziehungen zu weiteren Parametern. Aufgrund des sekundären und beobachtenden Charakters der Analyse sind die Ergebnisse hypothesengenerierend und nicht kausal zu interpretieren.
Einschränkungen: Die Analyse ist sekundär und explorativ, basierend auf bereits veröffentlichten Studien. Die Ergebnisse sind beobachtend und erlauben keine kausalen Schlussfolgerungen. Die Stratifizierung nach Zuckerquelle ist hypothesengenerierend und sollte mit Vorsicht interpretiert werden.
Evidenz: Mittel (RCT)PMID: 41978078Signal: neutralKonf.: 0,60Score: 57/100
Nutrients · 2026 Mar 24
Erlich MN, Ghidanac D, Blanco Mejia S, Ayoub-Charette S, Vittes Combe C, Khan TA et al.
Evidenz-Score: 57/100 Studientyp + Signal + Konfidenz (Textbasis)
Die STEM-Studie ist eine 24-wöchige, pragmatische, dreigleisige, parallele, randomisierte Studie, die den Effekt des Ersatzes von zuckerhaltigen Getränken (SSBs) durch 2% Kuhmilch oder 2% Sojamilch auf das intrahepatozelluläre Fett und weitere kardiometabolische Risikofaktoren bei Erwachsenen mit Adipositas untersucht, die regelmäßig SSBs konsumieren. Die Studie adressiert die Frage, ob Sojamilch als pflanzliche Alternative vergleichbare metabolische Vorteile wie Kuhmilch bietet, insbesondere im Kontext der Reduktion von SSBs, die mit erhöhtem kardiometabolischem Risiko assoziiert sind.
Einschränkungen: Die vorliegenden Informationen basieren auf dem Studiendesign und den Teilnehmercharakteristika aus dem Abstract; Ergebnisse und Wirksamkeit der Interventionen sind noch nicht berichtet. Die Bewertung des Signals erfolgt daher nur auf Basis der Studiendetails ohne Ergebnisdaten.

Keine Treffer gefunden.

Einordnung der wissenschaftlichen Evidenz

Die wissenschaftliche Evidenz zu Nattokinase ist derzeit insgesamt als gemischt bis begrenzt einzuordnen. Zwar gibt es klinische und präklinische Hinweise auf mögliche Effekte im Bereich der Fibrinolyse, der Gefäßfunktion und kardiovaskulärer Marker, doch sind viele Studien relativ klein oder methodisch nicht einheitlich aufgebaut.

Untersucht wurden vor allem Erwachsene, darunter gesunde Personen sowie Populationen mit erhöhtem kardiovaskulärem Risiko. Zu den erfassten Outcomes zählen unter anderem Blutdruck, Gerinnungsmarker, fibrinbezogene Parameter, Blutfluss und Maße der Gefäßfunktion. Die Aussagekraft wird jedoch durch unterschiedliche Studiendauern, Endpunkte und Vergleichsgruppen eingeschränkt.

Aus wissenschaftlicher Sicht zeigt sich damit ein Forschungsfeld mit interessanten Ansätzen, aber noch begrenzter Konsistenz. Für belastbare Schlussfolgerungen sind größere, methodisch hochwertige Humanstudien erforderlich.

Key Takeaways

  • Nattokinase ist ein Enzym aus fermentierten Sojabohnen, das vor allem im Zusammenhang mit Blutgerinnung und Gefäßgesundheit erforscht wird.
  • Untersucht werden insbesondere fibrinolytische Prozesse, vaskuläre Funktionen und kardiovaskuläre Marker.
  • Die bisherige Evidenz ist gemischt, da die Studien methodisch teils stark variieren.
  • Besonders relevant ist Nattokinase in der Forschung zu Herz-Kreislauf-Prozessen und Blutflussparametern.
  • Für eine klare Einordnung sind weitere hochwertige Studien am Menschen notwendig.

FAQ

Was ist Nattokinase?

Nattokinase ist ein Enzym, das aus dem fermentierten Sojaprodukt Natto gewonnen wird. Wissenschaftlich ist es vor allem wegen seiner möglichen Rolle bei fibrinbezogenen Prozessen und der Gefäßgesundheit von Interesse.

Welche Funktionen hat Nattokinase im Körper?

Nattokinase wird insbesondere im Hinblick auf Blutfluss, Fibrinolyse und vaskuläre Funktionen untersucht. Die Forschung analysiert dabei, ob und wie das Enzym bestimmte gerinnungsbezogene Prozesse beeinflussen kann.

Wird Nattokinase wissenschaftlich untersucht?

Ja, Nattokinase ist Gegenstand von klinischen Studien, Beobachtungsstudien sowie systematischen Übersichtsarbeiten. Im Mittelpunkt stehen vor allem Herz-Kreislauf-Gesundheit, Gerinnungsmarker und Gefäßparameter.

Wie ist die Studienlage zu Nattokinase?

Die Studienlage ist derzeit nicht eindeutig. Es gibt interessante Hinweise aus einzelnen Untersuchungen, aber die Evidenz ist insgesamt noch begrenzt und nicht in allen Bereichen konsistent.

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